Litauischer Abend in der Humboldt-Bibliothek 

Zwei aufgeklappte Tagebücher von Yitskhok Rudashevski. Bild: Bezirksamt Reinickendorf

Die bekannte litauische Illustratorin und Buchkünstlerin Sigute Chlebinskaite ist am Dienstag, 11. Oktober, um 19.30 Uhr zu Gast in der Humboldt-Bibliothek. Sie stellt die von ihr gestaltete Ausgabe des Tagebuchs des Jungen Yitskhok Rudashevski zusammen mit dem Übersetzer und ehemaligen litauischen Kulturminister Mindaugas Kvietkauskas vor. 

Im Juli 1944 wurde in einem Versteck auf einem Dachboden im liquidierten Ghetto von Wilna das Tagebuch von Yitskhok Rudashevski gefunden, der im Herbst 1943 von der Gestapo ermordet worden war. Eine jiddisch-litauische Ausgabe ist 2018 von der Buchkünstlerin Sigutė Chlebinskaitė gestaltet worden und hat dazu beigetragen, die kollektive Erinnerung an den Holocaust in Litauen zu erweitern. 

Diese Veröffentlichung hat auch über Litauen hinaus für Aufsehen gesorgt, nicht nur, weil der 16-Jhrige ein junges literarisches Talent war, sondern weil das Tagebuch Praktiken und Beteiligte des Holocaust offenbarte, die wenig bekannt waren. Das Tagebuch ist aus dem Jiddischen in verschiedene Sprachen übersetzt worden.

Eine Veranstaltung In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Bilderbuchfestival „Düster&Heiter“ und der Litauischen Botschaft in Berlin. Der Eintritt ist frei.

Bezirksamt Reinickendorf

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