Bienen zum Anfassen am Campus Hannah Höch

Das Imkerteam des Campus Hannah Höch. Bild: Björn Brodersen.

Zum UN-Weltbienentag (20. Mai) ist der Campus Hannah Höch zur Heimat für Bienen geworden. Der erste Bienenschwarm hat bereits vor drei Wochen mit seiner Königin seinen Stock bezogen und fleißig Waben gebaut. Jetzt ist auch der zweite Schwarm eingezogen.

Die Reinickendorfer Gemeinschaftsschule kooperiert dabei mit Stadtbienen e.V.: Der Verein bringt die Bienen und die Bienenstände auf das Schulgelände und stellt der Schule Unterrichtsmaterial zur Verfügung. Außerdem betreut ein Stadtbienen-Imker ein Jahr lang die Bienen auf dem Campus, und der Verein bildet in diesem Zeitraum vier Mitarbeiterinnen der Schule zu Imkern aus. Danach gehören die Bienen der Schule, und die Mitarbeiter*innen und Schüler*innen der Hannah Höch sind für sie verantwortlich.

Bei dem zweiten Bienenschwarm ging es diesmal alles ganz schnell: Kaum war die Königin in den Stock gesetzt, marschierten  die neuen Bienen am Campus Hannah Höch in ihr neues Zuhause. Damit stehen jetzt  beide geplanten Bienenstöcke auf dem Außengelände der Reinickendorfer  Gemeinschaftsschule. Der erste Schwarm hatte vor knapp drei Wochen fast drei Stunden  gebraucht, bis er die Königin in der Holzbox ausgemacht und diese bezogen hatte. 

Rund 50 Kinder, Eltern und Mitarbeiter*innen der Schule an der Finsterwalder Straße  waren am vergangenen Freitagnachmittag (4.6.) gekommen, um den zweiten  Bienenschwarm auf dem Campus zu begrüßen. Für sie war der Einzug der neuen Bienen  ein mitreißendes Spektakel. Sie durften in kleinen Gruppen ganz nah an die zwei  Bienenstöcke herangehen und hineingucken, Drohnen auf ihren Händen krabbeln lassen  und Honig direkt aus den Waben schlecken. Von so nah hat vermutlich kaum eine von  ihnen bisher Bienen erlebt. 

Das in Kooperation mit Stadtbienen e.V. durchgeführte Bienenprojekt am Campus  Hannah Höch ist facettenreich: Die Schüler*innen sollen nicht nur über die Bienen lernen,  sondern durch den Umgang mit ihnen ein tiefes ökologisches Verständnis entwickeln,  Naturerfahrungen sammeln und auch ihr Selbstbewusstsein stärken. Mehrere  Mitarbeiter*innen des Campus werden von Stadtbienen e.V. innerhalb eines Jahres zu  Imker*innen ausgebildet. Die Holzboxen und die darin hängenden Rahmen werden von  Menschen mit Beeinträchtigungen hergestellt. 

Und für das Redaktionsteam der neuen Schüler*innen-Zeitung „Schnipsel“ war das  Ereignis die erste Bewährungsprobe: Die jungen Reporter machten Bilder von der  Einlogierung der Bienen und befragten im Interview ihren Erzieher Stephan Ebert über  seine neue Imkertätigkeit. Eine ihrer Fragen: Was macht die Schule mit dem ganzen  Honig, den die Bienen produzieren? Den dürfen die Kinder der Schule weiter ab und an  kosten, doch den größten Teil behalten die Bienen, damit sie gesund und  widerstandsfähig bleiben. 

Björn Brodersen (Campus Hannah Höch)

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