Wasserfall im Steinbergpark: Bezirk entscheidet bis Ende September über Reparatur

Trockenes Bachbett aus Findlingen und Feldsteinen im Steinbergpark, dahinter hohe Bäume
Seit zwei Jahren liegt das steinerne Bachbett des Wasserfalls im Steinbergpark trocken. Bild: © Bürgerinitiative Wasserfall Steinbergpark retten

Wo einst Wasser über Findlinge rauschte, wächst heute Grün zwischen den Steinen. Seit zwei Jahren ist der Wasserfall im Steinbergpark trocken, und lange war unklar, wer ihn wieder zum Laufen bringt. Jetzt hat das Bezirksamt diese Fragen beantwortet und nennt eine Summe und ein Datum.

130 Unterschriften für den Wasserfall

Die Bürgerinitiative „Wasserfall Steinbergpark retten“ um Tim Bredow hat wegen des defekten Wasserfalls eine Petition für den Erhalt und die Reparatur des Wasserfalls gestartet. Innerhalb kürzester Zeit kamen nach Angaben der Initiative 130 Unterschriften zusammen. „Die Menschen in Wittenau und Reinickendorf vermissen dieses Herzstück des Parks schmerzlich“, sagt Bredow. Ein wichtiges Wahrzeichen des Parks sei dem Verfall preisgegeben.

Die Initiative fordert das Bezirksamt Reinickendorf und die zuständige Senatsverwaltung auf, sich mit den Berliner Wasserbetrieben an einen Tisch zu setzen. „Der Wasserfall muss repariert, vom Kiez-Nachwuchs wieder erlebbar gemacht und dauerhaft instand gehalten werden“, so Bredow.

Freie Scholle hat die Zuwendungen eingestellt

Jahrzehntelang hatte die Baugenossenschaft „Freie Scholle“ eG den Wasserfall finanziell unterstützt. Auf Nachfrage der Initiative teilte der Vorstand mit, dass die Zuwendungen eingestellt wurden, da die zuständigen öffentlichen Stellen den Betrieb und die Wartung des Wasserfalls schon vor 2023 nicht mehr gewährleisten konnten. 

Bezirksamt: Umwälzpumpe seit der Brunnensaison 2024 defekt

Jetzt hat der zuständige Bezirksstadtrat Sebastian Pieper (CDU) die Ursache genannt. Demnach ist der Wasserfall seit einem Defekt der Umwälzpumpe im Verlauf der Brunnensaison 2024 außer Betrieb. Für die Reparatur liege ein Kostenangebot aus dem Jahr 2025 in Höhe von 33.498,50 Euro vor.

Zuständig für die laufende Wartung sind die Berliner Wasserbetriebe (BWB). Seit dem 1. Mai 2026 übernehmen sie Wartung, Kontrolle und Reinigung sowie die In- und Außerbetriebnahme der Brunnen in Reinickendorf. Die Reparatur der Umwälzpumpe zählt gemäß der Rahmenvereinbarung mit den BWB zu den größeren Instandhaltungsmaßnahmen. Bei diesen legen die Wasserbetriebe Art und Umfang der Reparatur fest. Das Bezirksamt muss diese dann veranlassen, vorausgesetzt die Mittel stehen zur Verfügung. 

Entscheidung über das Geld bis Ende September

Ob der Wasserfall wieder sprudelt, hängt am Geld. „Derzeit wird intensiv geprüft, ob Mittel für die Reparatur des Wasserfalls zur Verfügung stehen“, heißt es in der Antwort des Bezirksamts. Das Ergebnis dieser Prüfung werde bis Ende September 2026 erwartet.

Die Petition der Initiative ist unter c.org/tDyTrQSqbv zu finden, weitere Informationen gibt es auf wasserfall-steinbergpark.de.

DZ

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