So sparen die Berliner fürs Alter

Eine Hand wirft eine Münze in ein rosa Sparschwein, davor stehen unterschiedlich hohe Münzstapel auf einem Holztisch.
Laut der Umfrage der Berliner Sparkasse legen 61 Prozent der Berlinerinnen und Berliner regelmäßig Geld für später zurück. Symbolfoto: © Orathai/stock.adobe.com

Nur noch ein gutes Viertel der Berlinerinnen und Berliner (26 Prozent) legt nichts für das Alter zurück, 2025 war es noch mehr als ein Drittel (35 Prozent). Das hat eine repräsentative Umfrage ergeben, für die das Berliner Unternehmen für digitale Markt- und Meinungsforschung Civey im August im Auftrag der Berliner Sparkasse 1.000 Berlinerinnen und Berliner befragt hat.

Zufrieden mit ihrer Vorsorge sind trotzdem viele nicht: Zwar legt deutlich mehr als die Hälfte (61 Prozent) regelmäßig Geld für später zurück, doch vier von zehn Befragten meinen, derzeit nicht ausreichend fürs Alter vorzusorgen. Sicher beim grundsätzlichen Umgang mit dem Thema Altersvorsorge fühlt sich nur ein gutes Drittel (34 Prozent).

Gestiegene Kosten bremsen das Sparen nicht

Auch die angespannte wirtschaftliche Lage mit gestiegenen Lebenshaltungskosten führt nicht dazu, dass sich die Befragten beim Sparen einschränken: Die Hälfte (49 Prozent) spart unverändert weiter, knapp ein Viertel (23 Prozent) legt sogar mehr zurück. Bei den 18- bis 25-Jährigen ist es sogar über die Hälfte (54 Prozent), die mehr vorsorgt.

Eigene Immobilie vor Aktien und Co.

Auf Platz eins der Anlageformen für die Altersvorsorge steht weiterhin die Immobilie (29 Prozent), allerdings mit weniger Vorsprung als im Vorjahr (35 Prozent). In Fonds beziehungsweise ETFs sparen heute 28 Prozent, eine private Rentenversicherung nutzen 27 Prozent, Wertpapiere haben 19 Prozent.

„Die Chancen, die Aktien, Fonds und ETFs bieten, können noch besser ausgeschöpft werden“, sagt Daniela Kussin, Leiterin für das Privat- und Firmenkundengeschäft der Berliner Sparkasse. „Deshalb ist es gut, dass die Altersvorsorgereform hier jetzt einen klaren Anreiz setzt. Ebenfalls sehr positiv ist, dass nach dem neuen Gesetz insgesamt mehr Menschen Anspruch auf eine Förderung haben.“

Finanzielle Bildung und staatliche Anreize

Als wichtigsten Impuls, sich mehr mit der Altersvorsorge zu beschäftigen, nennen die Befragten die finanzielle Bildung in Schulen (58 Prozent), gefolgt von staatlichen Anreizen (40 Prozent). „Viele wissen, dass sie vorsorgen sollten, sind aber unsicher oder haben das passende Produkt noch nicht gefunden. Deshalb ist uns wichtig, für alle Bedürfnisse etwas anzubieten“, sagt Daniela Kussin. „So können diejenigen, die sich auskennen, ab Januar das Altersvorsorge-Depot der Deka direkt online abschließen. Aber wir bieten eben auch Beratung an.“

Im persönlichen Gespräch geht es um Fragen wie diese: Welche Form der Altersvorsorge passt zur derzeitigen Lebensphase? Was kann man sich monatlich gut leisten? Wie erhält man die bestmögliche Förderung? Zum Angebot der Sparkasse zählt Kussin mehrere Bausteine: „Förderfähige individuelle Altersvorsorge-Depots der Deka gehören ebenso wie Versicherungen mit der Feuersozietät Berlin Brandenburg und Bauspar-Lösungen mit der LBS zu unserem Angebot. Denn auch das Eigenheim ist und bleibt bei der Altersvorsorge für viele wichtig.“

Je früher, desto besser

Der Großteil der Befragten (68 Prozent) beginnt mit der Altersvorsorge mit dem Eintritt ins Berufsleben oder nach ein paar Jahren im Beruf. Bereits seit ihrer Jugend legen 17 Prozent Geld fürs Alter zurück. „Für die Altersvorsorge gilt nach wie vor: je früher gestartet wird, desto besser“, so Daniela Kussin. „Hier setzt die ab Januar 2027 geplante Frühstartrente an, indem sie den Aufbau schon in sehr jungen Jahren ermöglicht und fördert.“

DZ

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