Reinickendorf unterzeichnet die bundesweite Allianz gegen Einsamkeit

Rund siebzig Menschen stehen dicht gedrängt auf einer breiten Treppe in einem hellen Foyer und halten Schilder in Sprechblasenform mit dem Schriftzug GEM EINSAM, Allianz gegen Einsamkeit, in die Höhe.
Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Allianz gegen Einsamkeit versammeln sich im Konferenzzentrum Mauerstraße zum gemeinsamen Gruppenfoto. Bild: © Bezirksamt Reinickendorf

Am 22. Juni 2026 hat Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) für das Bezirksamt Reinickendorf die Erklärung der bundesweiten Allianz gegen Einsamkeit unterzeichnet. Damit zählt Reinickendorf zu den Erstunterzeichnern der Initiative des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), die das gesellschaftliche Bewusstsein für Einsamkeit stärken sowie Prävention und Teilhabe fördern möchte.

„Einsamkeit gehört zu den drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Sie betrifft Menschen aller Generationen und Lebenslagen. Reinickendorf hat früh Verantwortung übernommen und das Thema Einsamkeit aus der Tabuzone geholt. Mit der ersten kommunalen Einsamkeitsbeauftragtenstelle Deutschlands, kreativen Projekten wie der Kunstauktion gegen Einsamkeit, bewegenden Kampagnen und Videos, einem starken Netzwerk und einer konsequenten Sensibilisierungsarbeit ist es uns gelungen, das Thema Einsamkeit sichtbar zu machen und Menschen miteinander in Verbindung zu bringen“, sagt die Bürgermeisterin.

Die Unterzeichnung der Allianz gegen Einsamkeit sei daher nicht nur ein wichtiges Bekenntnis, sondern auch eine Anerkennung des Weges, der gemeinsam mit zahlreichen Partnern, Ehrenamtlichen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern bereits erfolgreich beschritten wurde. „Wir werden diesen Weg weiterhin entschlossen gehen, denn gesellschaftlicher Zusammenhalt beginnt dort, wo Menschen füreinander da sind“, erklärt Emine Demirbüken-Wegner.

Reinickendorf gilt als Vorreiter im kommunalen Kampf gegen Einsamkeit

Reinickendorf gilt bundesweit als Vorreiter im kommunalen Kampf gegen Einsamkeit. Mit der Einrichtung der ersten hauptamtlichen Einsamkeitsbeauftragtenstelle Deutschlands im Jahr 2024 übernahm der Bezirk eine Pionierrolle, die weit über Berlin hinaus Beachtung findet. Seither wurden zahlreiche Maßnahmen erfolgreich etabliert, darunter die Reinickendorfer Stammtische gegen Einsamkeit, die bezirkseigenen Quasselbänke, die erste Plauderkasse Berlins, die interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft Einsamkeit-EXIT, die digitale Einsamkeitskarte sowie öffentlichkeitswirksame Kampagnen und Fachveranstaltungen wie die Reinickendorfer Einsamkeitsgipfel.

Bezirksamt Reinickendorf

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