Mission Klimaneutralität beim TSV Berlin-Wittenau

Eine Frau in rot gemusterter Bluse und ein Mann im weißen TSV-Shirt stehen vor dem Eingang der Vereinssporthalle und halten weiße digitale Thermostate sowie mehrere alte, geriffelte Thermostatköpfe in den Händen.
Stephanie Panzig (links) und Hendrik-Brian Melz vom Vorstand des TSV Berlin-Wittenau halten vor der Vereinssporthalle die neuen digitalen Thermostate und die ausgebauten alten Thermostatköpfe in den Händen. Bild: © TSV Berlin-Wittenau

Der TSV Berlin-Wittenau 1896 e.V. hat einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaschutz erfolgreich umgesetzt. Im gesamten Sporthallenkomplex am Senftenberger Ring 40a wurde ein intelligentes Heizsteuerungssystem installiert. Insgesamt 14 digitale Thermostate sowie Tür- und Fenstersensoren wurden vollständig in ehrenamtlicher Arbeit montiert und in Betrieb genommen.

Neben der großen Sporthalle wurden auch die Flurbereiche sowie die Umkleideräume in das neue System integriert. Insbesondere die Installation von Türkontakten stellt einen entscheidenden Fortschritt dar. Diese sorgen dafür, dass bei geöffneten Türen automatisch die Heizleistung reduziert wird und somit unnötige Wärmeverluste vermieden werden.

Mehr Effizienz durch intelligente Steuerung

Das neue System ersetzt die bisherige, manuelle Heizungsregelung, die aufgrund schwer erreichbarer Thermostatknöpfe häufig ungenau und nicht bedarfsgerecht eingestellt werden konnte. Gerade in einem stark frequentierten Sportbetrieb mit rund 700 Nutzerinnen und Nutzern pro Woche führte dies in der Vergangenheit zu ineffizientem Energieeinsatz.

Die digitalen Thermostate ermöglichen nun eine präzise und zentrale Steuerung der Raumtemperaturen. Diese Maßnahmen führen zu einem vollständig automatisierten Wärmemanagement, das menschliche Fehlbedienungen nahezu ausschließt.

Ein Mann im weißen Shirt des TSV Berlin-Wittenau greift mit beiden Händen nach oben und setzt einen schmalen weißen Sensor an den oberen Rahmen einer Glastür.
Hendrik-Brian Melz bringt einen Türkontakt am oberen Rahmen der Eingangstür an. Bild: © TSV Berlin-Wittenau

Starke Partnerschaft ermöglicht Umsetzung

Ein besonderer Dank gilt der Naturstiftung David, deren finanzielle Unterstützung die Umsetzung dieses Projekts maßgeblich ermöglicht hat. Erst durch diese Förderung konnte die notwendige technische Ausstattung beschafft werden.

In Kombination mit dem hohen ehrenamtlichen Engagement im Verein ist es gelungen, das Projekt eigenständig zu realisieren. Die Verbindung aus externer Förderung und vereinsinterner Tatkraft zeigt beispielhaft, wie nachhaltige Projekte im Breitensport erfolgreich umgesetzt werden können.

Spürbare Einsparungen und Beitrag zum Klimaschutz

Durch die energetische Optimierung erwartet der TSV Berlin-Wittenau 1896 e.V. eine deutliche Reduzierung des Energieverbrauchs. Ziel ist eine Einsparung von etwa 15 bis 20 Prozent des bisherigen Heizenergiebedarfs. Dies entspricht einer jährlichen finanziellen Entlastung von rund 800 bis 900 Euro.

Darüber hinaus leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz: Die CO₂-Emissionen sollen um etwa 1,2 bis 1,5 Tonnen pro Jahr gesenkt werden. Gleichzeitig verbessert sich das Raumklima für die Sportlerinnen und Sportler durch gleichmäßigere Temperaturen und die Vermeidung von Zugluft.

Heller Hallenraum mit Holzboden, Spiegelwand und Ballettstange; unter den Fensterfronten stehen Heizkörper in Holzverkleidungen, an der Decke hängen blaue und gelbe Luftballons.
Heizkörper unter den Fensterfronten wärmen die Räume des Sporthallenkomplexes am Senftenberger Ring 40a. Bild: © TSV Berlin-Wittenau

Ehrenamt als Motor der Energiewende

Besonders hervorzuheben ist, dass die komplette Umsetzung, von der Installation bis zur Programmierung, durch ehrenamtliches Engagement realisiert wurde. Damit zeigt der TSV Berlin-Wittenau 1896 e.V. eindrucksvoll, wie auch im Bestand und mit begrenzten Mitteln nachhaltige Lösungen geschaffen werden können.

Mit dem Projekt „Mission Klimaneutralität“ positioniert sich der Verein weiterhin als Vorreiter für klimafreundlichen Breitensport im Bezirk Reinickendorf und setzt ein starkes Zeichen für die Verbindung von Sport, Umweltbewusstsein und gesellschaftlichem Engagement.

Hendrik-Brian Melz aus dem Vorstand des Vereins erklärt: „Die Förderung durch die Naturstiftung David war für uns von enormer Bedeutung. Sie hat es uns erst ermöglicht, die notwendige Technik für die energetische Optimierung unserer Sporthalle anzuschaffen. Als Verein konnten wir unseren Beitrag durch viele ehrenamtliche Arbeitsstunden leisten und das Projekt eigenständig umsetzen. Die eingesparten Energiekosten kommen in den kommenden Jahren direkt unseren Mitgliedern zugute – denn jeder Euro, den wir nicht für Heizkosten ausgeben müssen, kann in unsere Sportangebote, die Kinder- und Jugendarbeit sowie in moderne Sportstätten investiert werden. Unser Anspruch ist es, den TSV Berlin-Wittenau nachhaltig und zukunftssicher aufzustellen. Gleichzeitig möchten wir als Vorreiter im Bezirk zeigen, dass Klimaschutz auch im Breitensport funktioniert. Wenn unsere Projekte andere Vereine inspirieren und zum Nachmachen motivieren, haben wir weit mehr erreicht als reine Energieeinsparungen.“

Stephanie Panzig und Hendrik-Brian Melz
Vorstand TSV Berlin-Wittenau 1896 e.V.

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