Kunstprojekt „Pfad der Demokratie“ des Friedrich-Engels-Gymnasiums

Schüler*innen des Friedrich-Engels-Gymnasiums sprühten die Grundrechte in bunten Farben vor dem Schuleingang.

Engagierte Schüler*innen aus den Jahrgängen 7 bis 11 des Friedrich-Engels-Gymnasiums haben sich im Rahmen eines Kunstprojekts mit den unveräußerlichen Grundwerten der Demokratie vertraut gemacht. Um auf eine Reihe dieser Werte hinzuweisen, wollten die Schüler*innen diese mit Hilfe von großformatigen Schablonen, sogenannten Stencils, die sie eigens dafür hergestellt hatten, gut lesbar und in bunten Farben in der Emmentaler Straße auf den Gehweg sprühen. Auf lehrreiche und künstlerische Weise sollte ein „Pfad der  Demokratie“ entstehen. Die Kunst- und Ethiklehrerin Susanne Welker setzte das Projekt am Tag des Grundgesetzes, dem 23. Mai 2021, um und griff damit den Impuls der BVV auf.

Leider konnte die zunächst angedachte Strecke nicht genutzt werden. Die Schule reagierte spontan und ermöglichte es, dass der „Pfad der Demokratie“ am Donnerstag vom Eingang des Friedrich-Engels-Gymnasiums durch die Schule bis in den Schulhof entstehen konnte. Der Stadtrat Herr Dollase sowie mehrere Lokalpolitiker*innen und der Leiter des Jugendamtes wohnten der Aktion bei. Neben der Vorstellung des Projekts gab es Redebeiträge, eine kurze Debatte und dann den Konsens, dass dieses Kunstprojekt an weiteren Stellen in Berlin zu sehen sein sollte. Zum Abschluss wurden allen Teilnehmer*innen feierlich Urkunden für ihr künstlerisches und politisches Engagement verliehen.

Doch was motivierte die einzelnen Schüler*innen zur Teilnahme an solch einem Projekt?

„Es muss den Schüler*innen möglich gemacht werden, Politik nicht nur aus Büchern zu lernen, sondern auch praktisch umsetzen zu können. Vielen Schüler*innen ist nämlich nicht bewusst, dass ihre Stimme gehört wird. Durch Projekte wie unseres können wir zeigen, dass die Jugend für unsere Demokratie wichtig ist. Mit öffentlich-politischen Projekten wie unserem ‚Pfad der Demokratie‘ können alle lernen, dass unsere Grundwerte unabdingbar sind, und genau das motiviert mich!“, so Fee Ohnesorge, Klasse 11, voller Begeisterung.

Unterstützung gab es auch seitens der Schulleitung: „Das ist gelebte Demokratie, die hoffentlich vielen Schüler*innen, Lehrkräften und Besucher*innen Anlass gibt, sich täglich diese Werte aufs Neue bewusst zu machen und sie aktiv zu leben“, sagte Schulleiterin Heike Lemke-Wegener.  

Susanne Welker ergänzte: „Zu Projektbeginn haben sich die Schüler*innen intensiv mit Begriffen wie Menschenwürde, Sozialstaatlichkeit oder Meinungsfreiheit auseinandergesetzt.  Das Projekt überzeugt besonders dadurch, dass auf eine so kreative Art Bildung vermittelt werden kann und dass die Schüler*innen mit so viel Begeisterung dabei sind.“ 

Schul- und Jugendstadtrat Tobias Dollase (parteilos, für die  CDU) sagte treffend: „Das Grundgesetz so anschaulich darzustellen, stellt sicherlich eine prägende Erfahrung für die  Schülerinnen und Schüler dar. Wer Teile des Grundgesetzes einmal selbst mit der Hand ausgeschnitten und dann auf den Boden gesprüht hat, wird deren Inhalt und Bedeutung sicher  nicht so leicht wieder vergessen“. 

Susanne Welker, Lehrerin des Friedrich-Engels-Gymnasiums und Projektleiterin

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