
Am Freitag, den 8. Mai 2026 wurde ein lang ersehntes Projekt Realität: die offizielle Einweihung der Elternhaltestelle in der Straße Am Dachsbau für die Ellef-Ringnes-Grundschule (ERG). Die Haltestelle ist das Ergebnis einer beispielhaften Elterninitiative, die im September 2022 mit einer ersten Demonstration für mehr Schulwegsicherheit an der ERG ihren Anfang nahm. Damals machten besorgte Eltern und die Schulgemeinschaft auf die ungenügende Verkehrssicherheit im Bereich der beiden Grundschulen in Heiligensee aufmerksam – heute feiern sie den Erfolg ihrer gemeinsamen Bemühungen.
Die Initiative startete mit einer ersten Kundgebung am 28. September 2022, bei der Eltern, Schüler:innen und Lehrkräfte der ERG für sichere Schulwege demonstrierten. Weitere Demonstrationen folgten am 16. Dezember 2022 und am 28. April 2023 mit Unterstützung der Organisation Changing Cities und teilweise in Kooperation mit der Ottfried-Preußler-Grundschule. Der Fokus lag dabei auf der Straße Am Dachsbau und der Kreuzung Schulzendorfer Straße, wo morgens besonders viele Kinder ihren Schulweg zurücklegen.
Die Forderungen der Initiative waren klar:
- Durchgängiges Tempo 30 in der Straße Am Dachsbau
–> umgesetzt Anfang 2026. - Fußgängerüberweg an der Kreuzung Am Dachsbau / Ecke Schulzendorfer Straße
-> in Teilen umgesetzt. Wobei die sicherere Überquerung der Schulzendorfer Straße weiterhin offen ist. - Sichere und befahrbare Radwege in der Straße Am Dachsbau
–> leider weiterhin offen und zunehmend sich verschlimmernd - Verkehrsberuhigung vor der ERG durch die Einrichtung von Elternhaltestelle auf dem Edeka Parkplatz im Bekassinenweg und in der Straße Am Dachsbau in Richtung Schulzendorfer Straße
–> erreicht.
„Es ging darum, die Sicherheit unserer Kinder zu priorisieren“, erinnert sich eine der Initiatorinnen. „Doch es gibt noch viel zu tun, etwa eine zweite Elternhaltestelle in die entgegengesetzte Fahrtrichtung sowie die bezirksseitige Erlaubnis zur Anbringung eines Hinweisschildes ‚Kiss & Go‘ und Straßenmarkierungen für mehr Sichtbarkeit.“
Durch beharrliches Engagement – darunter Gespräche mit dem Bezirksamt, Petitionen und öffentliche Aktionen – gelang es der Elterninitiative, die Notwendigkeit einer Elternhaltestelle auf die politische Agenda zu setzen. Die Haltestellen sollen nun als zentraler Bring- und Abholpunkt dienen und den Verkehr vor der Schule entzerren.
Die neuen Haltestellen für Autos (Elterntaxis) sind so konzipiert, dass sie:
- den Hol- und Bringverkehr durch Verlagerung auf mehrere Standorte und nicht vor den Schuleingängen entzerren
- „Kiss and Go“ Zonen für eine entschleunigte, sichere Verabschiedung schaffen
- im näheren Umfeld der Schule eingerichtet sind, so dass Kinder den verbleibenden Schulweg selbstständig alleine zu Fuß zurücklegen
„Die Einrichtung der Haltestellen, Anordnung von Tempo 30 und der erste Fußgängerüberweg sind Symbol dafür, was passiert, wenn Eltern und Schule an einem Strang ziehen und durch ihre Hartnäckigkeit die Berliner Verwaltung ins Handeln bringen.“, betont Herr Albrecht, Schulleiter der Ellef-Ringes-Grundschule. „Sie zeigt, dass wir die Anliegen der Schulgemeinschaft ernst nehmen – auch wenn noch nicht alle Forderungen erfüllt sind und wir vor allem auf eine zweite Haltestelle im Dachsbau, eine Erlaubnis zur Anbringung der Hinweisschilder am Straßenrand und eine Fahrbahnkennzeichnung hoffen.“
Tabea Beeker, Schulzonen-Initiative der Ellef-Ringnes-Grundschule

