
Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner hat Peter Rode am 30. September 2026 die Sonderehrung des Bezirksamtes Reinickendorf verliehen. Damit ehrt der Bezirk einen Menschen, der sich seit rund 30 Jahren mit großem Engagement für die Erinnerungskultur, politische Bildung und das gesellschaftliche Miteinander in Reinickendorf einsetzt.
„Es gibt Menschen, die hinterlassen Spuren. Und es gibt Menschen, die dafür sorgen, dass die Spuren anderer Menschen nicht verloren gehen“, würdigte die Bezirksbürgermeisterin sein jahrzehntelanges Wirken.
Die Menschen hinter den Steinen
Peter Rode hat die Erinnerungsarbeit in Reinickendorf maßgeblich mitgeprägt. Sein Engagement für die Stolperstein-Initiative galt dabei stets den Menschen hinter den Steinen: ihren Namen, ihren Lebensgeschichten und ihren Schicksalen. Durch Recherchen, Gespräche mit Angehörigen und die Vermittlung an junge Generationen trug er dazu bei, dass Erinnerung lebendig bleibt und historische Verantwortung sichtbar wird.
Gemeinsam mit der Stolperstein-Initiative und dem Museum Reinickendorf unterstützt er zudem die jährliche Gedenkarbeit am Erinnerungsort Eichborndamm 238, bei der auch Auszubildende des Bezirksamtes für die Geschichte des Ortes sensibilisiert werden.
Geschichte erfahrbar machen
Ein weiterer Schwerpunkt seines Wirkens war und ist die Vermittlung von Wissen über Geschichte und alte Kulturtechniken. Als langjähriger Leiter der Fließtal-Grundschule sowie durch sein Engagement im Förderkreis für Bildung, Kultur und internationale Beziehungen Reinickendorf e. V. setzte er sich dafür ein, Geschichte erfahrbar zu machen. Ob Spinnen am Spinnrad, traditionelle Handwerkstechniken oder Projekte mit Schulen und dem Museum Reinickendorf: Peter Rode verstand Bildung immer als lebendigen Austausch und als gemeinschaftliche Aufgabe.
Auch die Zusammenarbeit mit dem Museum Reinickendorf und dem Bezirksamt Reinickendorf ist bis heute geprägt von seinem Engagement. Bei Schul- und Ferienprojekten vermittelt er historische Themen anschaulich, etwa den Weg vom Flachs-Anbau bis zur Verarbeitung.
„Sie haben Erinnerung nicht nur organisiert. Sie haben ihr ein menschliches Gesicht gegeben“, so Emine Demirbüken-Wegner in ihrer Würdigung. Mit der Sonderehrung dankt der Bezirk Peter Rode für sein jahrzehntelanges Engagement, seine Beharrlichkeit und seinen wichtigen Beitrag dazu, dass Geschichte, Erinnerung und Menschlichkeit in Reinickendorf lebendig bleiben.
Bezirksamt Reinickendorf

