Berliner Wanderwege sind jetzt durchgehend ausgeschildert

Grünes Markierungsschild „Grüne Hauptwege Berlin“ mit wanderndem Bären, der Nummer 13 und einem Pfeil nach links an einem Metallpfosten vor dichtem Laubwald.
Dieses Schild mit dem Berliner Wanderbär gehört zu den 20 Grünen Hauptwegen in Berlin. Weg 13 ist der Barnimer Dörferweg, der unter anderem durch das Tegeler Fließ verläuft. Bild: © DZ

Ein grünes Schild, ein wandernder Bär und eine Nummer: Wer in Tegel, Hermsdorf, Lübars oder Heiligensee spazieren geht, begegnet diesem Zeichen immer häufiger. Es gehört zu den sogenannten „Grünen Hauptwegen“, einem berlinweiten Netz von 20 Wanderwegen mit einer Länge von mehr als 575 Kilometern. Sie laden zum Spazieren und Entdecken ein und verlaufen weitgehend geschützt vom motorisierten Individualverkehr. Seit 2024 hat die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt nach und nach alle Wanderwege mit einer Beschilderung ausgerüstet. Die markanten grünen Schilder mit dem neuen Berliner Wanderbär sind inzwischen an vielen Ecken in Berlin Teil des Stadtbildes geworden.

5.502 Schilder in zwei Jahren

Nach zwei Jahren Bauzeit ist die Beschilderung seit August 2026 komplett. Insgesamt wurden 5.502 Schilder aufgestellt. 1.544 Pfeilwegweiser geben an wichtigen Standorten die Hauptziele und die Entfernungen an, 3.958 kleine Markierungszeichen mit Richtungspfeilen helfen dabei, den Wanderweg auch an unübersichtlichen Orten zu finden.

Wo möglich, wurden aus Gründen der Nachhaltigkeit bereits bestehende Pfosten für die neuen Schilder verwendet. An jedem Pfeilwegweiser-Pfosten ist zudem ein QR-Code angebracht, der direkt auf die Webseite der Grünen Hauptwege führt. Planung und Umsetzung wurden durch das Kölner Ingenieurbüro VIA unterstützt. Es ist auf Wanderwege spezialisiert. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 780.000 Euro und liegen damit etwa 25.000 Euro höher als noch vor zwei Jahren veranschlagt. Die Mehrkosten sind auf gestiegene Baukosten zurückzuführen.

Vier Hauptwege führen durch Reinickendorf

Weg 3: Heiligenseer Weg (24 Kilometer ins Regierungsviertel)

Der Heiligenseer Weg verbindet den Nordwesten mit dem Regierungsviertel. Er beginnt an der Landesgrenze nahe dem S-Bahnhof Heiligensee. In Heiligensee passiert er das Naturschutzgebiet Baumberge und die Burgsdorff-Lärche, den höchsten Baum Berlins. Durch den Tegeler Forst geht es am Großen Malchsee entlang, vorbei an der „Dicken Marie“, dem ältesten Baum Berlins, und über die Sechserbrücke zur Greenwichpromenade am Tegeler See. Anschließend führt der Weg durch die Siedlung Waldidyll, am Nordufer des Flughafensees entlang und durch die Jungfernheide. Hinter dem Kurt-Schumacher-Damm verlässt er Reinickendorf und folgt durch die Rehberge, vorbei am Plötzensee und durch Wedding dem Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal. Er endet an der Fußgängerbrücke an der Bundestagsverwaltung in Mitte.

Weg 4: Lübarser Weg (14 Kilometer bis zum Mauerpark)

Der Lübarser Weg beginnt auf dem Dorfanger von Alt-Lübars mit der Dorfkirche. Über die Lübarser Höhe und ein Stück entlang der Heidekrautbahn führt er am Märkischen Viertel vorbei zum Nordgraben, wo er die Humboldt-Spur kreuzt. Danach geht es durch Wilhelmsruh und Pankow, vorbei am S-Bahnhof Bornholmer Straße und über den Schwedter Steg. Über weite Strecken folgt der Weg dabei der ehemaligen Mauertrasse nach Süden und endet am Mauerpark in Prenzlauer Berg.

Weg 13: Barnimer Dörferweg (34 Kilometer nach Marzahn)

Der Barnimer Dörferweg verbindet alte Dorfkerne im Norden und Osten Berlins. Er startet an der Greenwichpromenade in Alt-Tegel und folgt auf Uferwegen dem Tegeler Fließ nach Hermsdorf, vorbei am Hermsdorfer See und durch Waidmannslust. Über Sumpfwiesen und Pferdekoppeln erreicht er Alt-Lübars. Anschließend führt er über Blankenfelde, an den Karower Teichen vorbei und durch Malchow, Wartenberg und Falkenberg bis nach Marzahn.

Weg 16: Humboldt-Spur (36 Kilometer bis an die Wuhle)

Ihren Namen verdankt die Humboldt-Spur der Familie Humboldt, deren Spuren im Schloss Tegel der Weg aufnimmt. Sie beginnt an der Fähre in Tegelort und verläuft am Ufer des Tegeler Sees durch den Tegeler Forst, vorbei an der Halbinsel Reiherwerder mit der Villa Borsig und an der „Dicken Marie“ am Großen Malchsee. Über die Tegeler Hafenbrücke und die Humboldtinsel geht es zum Nordgraben, dessen Grünzug der Weg durch Wittenau bis zum U-Bahnhof Rathaus Reinickendorf folgt. Anschließend führt er durch Pankow und Lichtenberg bis an die Wuhle.

Kostenlose Flyer zu jedem Weg

Die Senatsverwaltung hat zeitgleich für jeden Weg eine handliche Übersichtsbroschüre erstellt, die den Wegeverlauf zeigt und ausgewählte Highlights in Wegnähe beschreibt. Die Flyer können bei der Senatsverwaltung kostenlos bestellt werden, und zwar im Bereich Publikationen unter dem Stichwort „Grüne Hauptwege“.

DZ

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://die-dorfzeitung.de/berliner-wanderwege-sind-jetzt-durchgehend-ausgeschildert/

Schreibe einen Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.