
Gut zwei Monate nach dem Feuer im Sporthallenkomplex am Senftenberger Ring gibt es weiterhin keinen Termin, ab dem in den Hallen wieder Sport getrieben werden kann. Auf Nachfrage der Dorfzeitung räumt das Bezirksamt Reinickendorf ein, dass es das im Juni gesetzte Ziel verfehlen wird.
Bezirksamt: Ziel zum Schuljahresbeginn nicht erreichbar
„Die Zielsetzung, die Hallen 1 und 2 möglichst bereits zum Beginn des neuen Schuljahres wieder für den Schul- und Vereinssport freizugeben, wird nach aktueller Einschätzung voraussichtlich nicht erreicht werden können“, teilte Bildungsstadtrat Harald Muschner (CDU) der Dorfzeitung mit.
Grund ist der Versicherungsschutz. „Die Bearbeitung durch die beteiligten Sachverständigen sowie die zuständigen Mitarbeitenden des Versicherers verzögert sich derzeit“, heißt es in der Antwort. Zunächst müssten die Voraussetzungen und der Umfang des bestehenden Versicherungsschutzes durch den Versicherer geprüft und abschließend bewertet werden. Auf diesen Prüfungs- und Abstimmungsprozess habe das Bezirksamt keinen unmittelbaren Einfluss. Die weiteren Schritte könnten daher erst nach Abschluss der erforderlichen Prüfungen verlässlich abgestimmt und eingeleitet werden.
Damit fehlt auch die Grundlage für einen Bauzeitenplan: Eine belastbare Terminplanung für die erforderlichen Reinigungs-, Rückbau- und Sanierungsarbeiten sei vor diesem Hintergrund derzeit noch nicht möglich. Sobald die Prüfungen abgeschlossen sind, sollen die weiteren Maßnahmen nach Angaben des Bezirksamts mit der gebotenen Dringlichkeit vorangetrieben werden.
48 Einsatzkräfte bei dem Brand am 6. Juni
Das Feuer war am Samstag, 6. Juni 2026, gegen 19 Uhr im Senftenberger Ring 41 ausgebrochen, und zwar in Halle drei des Sporthallenkomplexes. Die Berliner Feuerwehr rückte mit 48 Einsatzkräften an. Nach Angaben der Feuerwehr gerieten Sportgeräte in Brand. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden durch die Polizei aufgenommen.
Die Sporthalle wird sowohl für den Schulsport der Lauterbach-Grundschule und der Bettina-von-Arnim-Schule als auch für den Vereinssport im Märkischen Viertel genutzt. Das Bezirksamt hatte im Juni angekündigt, in engem Austausch mit den Schulen und den zuständigen Stellen das Ausmaß der Schäden zu ermitteln und schnellstmöglich Lösungen für die betroffenen Schulen und Vereine zu entwickeln.
„Der Brand in der Sporthalle ist ein schwerer Einschnitt für die Schulgemeinschaft und die zahlreichen Vereine, die die Halle nutzen. Mein persönlicher Dank gilt den 48 Einsatzkräften der Feuerwehr für ihr schnelles und professionelles Handeln. Nun gilt es, die Folgen des Schadens schnellstmöglich zu bewerten und gemeinsam Lösungen zu finden, damit Sport- und Bewegungsangebote so bald wie möglich wieder stattfinden können“, hatte Sportstadtrat Harald Muschner im Juni erklärt.
DZ

