Nach Großbrand: Reinickendorf zeigt Anteilnahme mit Partnerstadt Lauterbach

Luftaufnahme der Lauterbacher Altstadt: Mehrere aneinandergebaute Häuser sind bis auf das verkohlte Dachgebälk ausgebrannt, ringsum stehen unbeschädigte Fachwerkhäuser mit roten Ziegeldächern.
Das Luftbild zeigt das Ausmaß des Feuers am Lauterbacher Marktplatz. Bei mehreren Häusern sind die Dachstühle komplett ausgebrannt. Bild: © OSTHESSEN|NEWS – Hans-Hubertus Braune

Am Mittwochnachmittag, 29. Juli, gingen gegen 17.20 Uhr die ersten Notrufe bei Feuerwehr und Polizei im hessischen Vogelsbergkreis ein. In einem Wohn- und Geschäftshaus am Marktplatz von Lauterbach war ein Feuer ausgebrochen, das sich von einem Restaurant aus rasch auf mehrere Gebäude ausbreitete. Die Feuerwehren rückten mit einem Großaufgebot an, kämpften über mehrere Stunden gegen die Flammen und brachten den Brand nach Angaben des Polizeipräsidiums Osthessen gegen 23 Uhr unter Kontrolle.

Fünf Häuser wurden nach derzeitigen Erkenntnissen beschädigt. Drei Anwohner und zwei Angehörige der eingesetzten Feuerwehren erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung. Den Sachschaden schätzt die Polizei nach ersten vorläufigen Angaben auf einen mittleren siebenstelligen Betrag. Die Brandursache ist noch unklar, die Brandstelle wurde beschlagnahmt. Erhebliche Schäden trug auch die historische Bausubstanz davon. Zahlreiche Häuser sind derzeit unbewohnbar.

Eine ausgefahrene Drehleiter der Feuerwehr steht in einer engen Altstadtgasse zwischen Fachwerkhäusern, im Vordergrund liegen Schläuche auf dem Pflaster, Feuerwehrleute stehen am Absperrband.
Einsatzkräfte der Feuerwehr bekämpfen das Feuer in der Lauterbacher Altstadt von einer Drehleiter aus. Bild: © OSTHESSEN|NEWS – Hans-Hubertus Braune

Anteilnahme aus dem Rathaus Reinickendorf

Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) richtet den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Verantwortlichen in Lauterbach ihre Anteilnahme aus: „Die Bilder aus Lauterbach machen uns tief betroffen. Unsere Gedanken sind bei den Menschen, die ihr Zuhause oder ihr Hab und Gut verloren haben, sowie bei allen, die von diesem schweren Brand betroffen sind. Den Verletzten wünsche ich eine schnelle und vollständige Genesung. Unser Dank gilt den zahlreichen Einsatzkräften, die mit großem Engagement Schlimmeres verhindert haben.“

In einem persönlichen Schreiben an Lauterbachs Bürgermeister Holger Marx hat die Bezirksbürgermeisterin ihre Anteilnahme übermittelt und den Betroffenen ihr Mitgefühl ausgesprochen. Gleichzeitig bekundete sie die Bereitschaft des Bezirks Reinickendorf, im Rahmen der langjährigen partnerschaftlichen Verbundenheit Unterstützung zu leisten.

Eine Freundschaft, die in der Nachkriegszeit begann

Reinickendorf und die hessische Kreisstadt Lauterbach verbindet seit Jahrzehnten eine enge Freundschaft. Bereits im Jahr 1966 wurde der Freundschaftsbrief zwischen der Stadt Lauterbach und dem Bezirk Reinickendorf unterzeichnet. Die Wurzeln dieser Verbindung reichen bis in die Nachkriegszeit zurück, als Berliner Kinder im damaligen Kreis Lauterbach Aufnahme fanden. Aus diesen Begegnungen entwickelte sich eine lebendige Partnerschaft, die bis heute durch persönliche Kontakte und gemeinsame Aktivitäten gepflegt wird.

DZ

Detailaufnahme eines Fachwerkhauses mit rot-weiß bemalter Fassade: Das Dach ist abgebrannt, hinter zwei leeren Fensteröffnungen ist verkohltes Holz zu sehen.
Fünf historische Fachwerkhäuser sind nach dem Großbrand unbewohnbar geworden. Bild: © OSTHESSEN|NEWS – Hans-Hubertus Braune

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