
Zehn Tage voller Sport, Kultur, neuer Erfahrungen und deutsch-japanischer Freundschaft liegen hinter dem SC Bushido Berlin. Im Rahmen des deutsch-japanischen Sportjugend-Simultanaustauschs durfte der Verein fünf japanische Jugendliche und einen Betreuer aus den Regionen Hokkaido und Aomori in Berlin begrüßen. Der Austausch steht unter dem Motto „Gestalte deinen Sport der Zukunft“.
Der SC Bushido Berlin hatte sich über die Sportjugend Berlin für die Teilnahme am 53. deutsch-japanischen Sportjugend-Simultanaustausch beworben und die Zusage erhalten. Damit begann für den Verein die Planung eines besonderen Projekts: Vom 31. Juli bis 10. August 2026 sollten die japanischen Gäste nicht nur Berlin kennenlernen, sondern vor allem das Vereins- und Familienleben hautnah erleben.
Ein wichtiger Bestandteil des Austauschs war deshalb die Unterbringung in Gastfamilien. Die Jugendlichen des SC Bushido Berlin nahmen jeweils einen japanischen Jugendlichen für die gesamte Zeit bei sich zu Hause auf. So fand der kulturelle Austausch nicht nur während des offiziellen Programms statt, sondern auch beim gemeinsamen Frühstück, auf dem Weg zum Training und im ganz normalen Familienalltag. Unterstützt wurde die Gruppe während der gesamten Zeit von der Übersetzerin Kumiko Yamaguchi, die wesentlich dazu beitrug, sprachliche Barrieren zu überwinden.
Zehn Tage Berlin, Sport und Gemeinschaft
Zum Auftakt kamen am Freitag alle Jugendlichen, Organisatorinnen und Gastfamilien zu einem gemeinsamen Essen im Il Bosco in Heiligensee zusammen. Neben dem ersten Kennenlernen wurde gemeinsam Origami gefaltet, ein passender Start in den kulturellen Austausch.
Der Samstag gehörte zunächst den Gastfamilien, bevor es am Abend gemeinsam auf den Rummel am Festplatz ging.

Am Sonntag stand Berlin im Mittelpunkt. Nach einem Besuch der Kuppel des Reichstagsgebäudes führte die Sightseeing-Tour weiter zum Brandenburger Tor und zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Anschließend ging es zum Mauerpark, wo die Jugendlichen eine weitere Seite Berlins kennenlernen konnten.
Sportlich und sommerlich wurde es am Montag. Am Tegeler See startete die Gruppe mit einer Runde Minigolf, bevor es zum gemeinsamen Tennisspielen beim SV Reinickendorf 1896 e.V. ging. Natürlich durfte bei sommerlichen Temperaturen auch der Sprung in den See nicht fehlen. Ein gemeinsames Abendessen in der Gastro des Tennisvereins rundete den Tag ab.
Am Dienstag besuchte die Gruppe die Botschaft von Japan in der Hiroshimastraße. Danach blieb Zeit, Berlin auf eigene Faust etwas näher kennenzulernen und Souvenirs für Familie und Freunde in Japan zu besorgen.
Ein besonders abwechslungsreicher Tag folgte am Mittwoch. Zunächst erhielten die Jugendlichen eine Führung durch das Olympiastadion Berlin. Anschließend war die Gruppe zu Gast in der Geschäftsstelle der Sportjugend Berlin. Dort übernahmen die japanischen Gäste selbst einen Teil des Programms und gaben den deutschen Jugendlichen einen Einblick in die japanische Kalligraphie. Gemeinsam konnten alle ihre ersten eigenen Schriftzeichen gestalten. Zum Abschluss ging es zum Schwimmen ins Olympiabad.
Am Donnerstag verließ die Gruppe Berlin für einen Tagesausflug nach Potsdam. Dort wurden unter anderem das Schloss Sanssouci, das Holländische Viertel und das Potsdamer Brandenburger Tor besucht. Neben der deutschen Hauptstadt konnten die Gäste damit auch einen Eindruck von der Geschichte und Architektur Brandenburgs gewinnen.

Die Zukunft des Sports in Deutschland und Japan
Am Freitag besuchte die Gruppe zunächst die Firma Nostalgic-Art in Tegel. Danach beschäftigten sich die deutschen und japanischen Jugendlichen gemeinsam mit dem Jahresthema des Austauschs: „Die Zukunft des Sports in Deutschland und Japan“. Dabei konnten die Jugendlichen ihre Erfahrungen aus beiden Ländern miteinander vergleichen und sich darüber austauschen, welche Rolle Vereine, Schule, Ehrenamt und Gemeinschaft zukünftig im Sport spielen können.
Am Abend rückte schließlich wieder der Sport in den Mittelpunkt, der die Gruppe überhaupt zusammengebracht hatte. Beim SC Bushido Berlin standen gemeinsames Judo sowie Einblicke in das MMA-Training auf dem Programm. Auf der Matte zeigte sich einmal mehr, dass Sport auch ohne viele gemeinsame Worte verbindet.
Sayonara, aber nicht für immer
Am Samstag stand die große Sayonara-Party auf dem Programm. Gemeinsam mit den Gastfamilien und weiteren Vereinsmitgliedern ging es zum Drachenbootfahren beim Berliner Kanu-Club Borussia e.V. in Tegelort. Neben den Fahrten im großen Boot konnten sich die Jugendlichen auch im Einer-Canadier ausprobieren. Anschließend wurde gemeinsam gegrillt und auf die vergangenen Tage zurückgeblickt.
Der letzte gemeinsame Abend war Sonntag, der 9. August 2026 mit einer Übernachtung im Turnhaus im Olympiapark. Bei Pizza, gemeinsamen Spielen und selbstgemachten Waffeln konnten die Jugendlichen die letzten Stunden des Austauschs miteinander verbringen. Nach zehn intensiven Tagen fiel der Abschied entsprechend schwer. Aus zunächst fremden Jugendlichen aus Deutschland und Japan war innerhalb kürzester Zeit eine Gemeinschaft entstanden.

Der SC Bushido Berlin bedankt sich herzlich bei der Sportjugend Berlin und allen Beteiligten, die diesen besonderen Austausch ermöglicht und unterstützt haben. Ein ebenso großer Dank gilt den Gastfamilien, die ihre Türen geöffnet und die japanischen Jugendlichen für zehn Tage als Teil ihrer Familien aufgenommen haben.
Für den SC Bushido Berlin war der Sportjugend-Simultanaustausch weit mehr als ein umfangreiches Sport- und Sightseeingprogramm. Es waren zehn Tage voller Begegnungen, neuer Erfahrungen und Freundschaften, die hoffentlich noch lange bestehen bleiben.
Und der Austausch ist noch nicht vorbei: Im kommenden Jahr steht der Gegenbesuch in Japan an. Dann werden die Jugendlichen des SC Bushido Berlin die Möglichkeit bekommen, das Leben, den Sport und die Kultur ihrer neuen Freunde in Japan kennenzulernen.
Arigatō gozaimasu, ありがとうございます! („Herzlichen Dank!“)
Sören Puttkammer
Sportwart SC Bushido e.V.

