Hinrich Lühmann stellt sein Debüt „Rachulle“ – eine deutsche Familiensaga vor

Cover des Buches. Bild: Adonia

Wie wird man ein deutscher Held? Fritz Eckhoff versucht sich daran. In einer Zeit, als man das von Jungen erwartete, in einer zerrissenen Epoche voller Widersprüche von Kaiserreich über Republik zur Diktatur. Fritz kämpft, glaubt, entwickelt sich, wird fallengelassen, verschwindet. Wir fiebern mit Fritz, lachen mit ihm, erkennen seine unheilvolle Welt. Die Berliner Familie Eckhoff gehört zum deutschen Bildungsbürgertum, das einen engen Kulturkanon pflegt. Die „moderne Musik“, Bertolt Brecht oder Thomas Mann werden abgelehnt. Eckhoffs fremdeln mit der Republik, schwärmen von deutscher Größe und von der Weltbedeutung des deutschen Geistes, der sich für sie in der Weimarer Klassik offenbart hat. Und doch entgleitet ihnen das Leben. 

„Meisterhaft erzählt Hinrich Lühmann von den Träumen, Brüchen und Verletzungen einer „guten deutschen Familie“, er fächert eine sensible Geschichte auf, die den Abgrund nachempfinden lässt, auf den alle Protagonisten dieses Romans hinsteuern“, sagt Kulturstadtrat Harald Muschner (CDU), der bei der Buchpremiere in der Humboldt-Bibliothek am Dienstag, dem 27. Februar um 19.30 Uhr auch ein Grußwort halten wird.

Lühmann gelingt es, die Feinheiten eines Familiensystems in Zeit und Raum herauszuarbeiten. Herausgekommen ist eine deutsche Familiensaga, die die Lebenswirklichkeit von Ideologien und die Zerstörungskraft absolut gesetzter Ideale verhandelt. Hinrich Lühmann war Schulleiter des Humboldt-Gymnasiums in Tegel, arbeitete 1983 bis 2010 auch als Psychoanalytiker in eigener Praxis und war 2011 bis 2018 Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung im Berliner Bezirk Reinickendorf.

Die Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit des Vergangenheitsverlags und der Stadtbibliothek Reinickendorf. Der Eintritt ist frei. Ort: Humboldt-Bibliothek, Karolinenstraße 19, 13507 Berlin

Bezirksamt Reinickendorf

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