Lesung führt durch fast 200 Jahre Militärgeschichte im Berliner Norden

Fünf Personen stehen nebeneinander in der Humboldt-Bibliothek, zwei halten das Buch in den Händen
Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (Mitte) und die Beteiligten der Lesung stellen sich nach der Veranstaltung mit dem Buch zum Gruppenbild. Bild: © Bezirksamt Reinickendorf

Zu einer besonderen Zeitreise durch fast 200 Jahre Militärgeschichte kamen am 3. September zahlreiche interessierte Gäste in der Humboldt-Bibliothek zusammen. Bei der Lesung des Buches „Wie das Militär den Norden Berlins für sich entdeckte“ von Ernst Schüßling und Andreas von Studnitz wurde deutlich, wie eng die Geschichte des Militärs mit der Entwicklung Reinickendorfs verbunden ist. Oberleutnant Torsten Sandfuchs-Hartwig führte mit einleitenden Worten in den Abend ein.

Von den ersten militärischen Nutzungen und Luftschiff-Versuchen in Tegel über die dunklen Kapitel der NS-Zeit und die französische Präsenz im Quartier Napoléon bis zur heutigen Julius-Leber-Kaserne reichte der historische Bogen. Persönliche Erinnerungen und spannende Einblicke machten dabei Geschichte unmittelbar erfahrbar. Zugleich zeigte sich, dass zahlreiche Spuren dieser Vergangenheit bis heute im Stadtbild und im Alltag des Bezirks zu finden sind.

Enge Partnerschaft mit der Bundeswehr

„Für mich ist es etwas Besonderes, wenn Geschichte nicht abstrakt bleibt, sondern plötzlich ganz nah kommt. Gerade Reinickendorf ist auf vielfältige Weise mit der Militärgeschichte Berlins verbunden. Dazu gehört auch unsere heutige enge und vertrauensvolle Partnerschaft mit der Bundeswehr. Mit der Julius-Leber-Kaserne, aber auch mit unseren Patenschaften zur 7. Kompanie des Wachbataillons und zum Stabsmusikkorps der Bundeswehr ist sie ein verlässlicher Partner und guter Nachbar unseres Bezirks. Diese Verbindung wird bei uns im Fuchsbezirk aktiv gelebt“, erklärte Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU).

Die große Resonanz auf die Veranstaltung unterstrich zugleich die Bedeutung der Humboldt-Bibliothek als Ort für Begegnung, Austausch und lebendige Geschichte. „Die Lesung machte deutlich: Geschichte findet nicht nur in Archiven und Büchern statt – sie begegnet uns auch mitten im heutigen Reinickendorf“, so die Bürgermeisterin.

Bezirksamt Reinickendorf

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