Runder Tisch „Flughafensee“ zur Rettung des Landschaftsschutzgebiets

Runder Tisch „Flughafensee“ zur Rettung des Landschaftsschutzgebiets
Bürgerinitiative will mit Senat, Bezirk, Forsten, Polizei und NABU Lösungen finden

Die Badesaison 2017 ist beendet, aber die Probleme am Tegeler Flughafensee bleiben. Immer häufiger ist er in der jüngsten Vergangenheit mit Negativschlagzeilen in Erscheinung getreten: zunehmende Gewalt, steigende Vermüllung, illegale Zeltstädte, vermehrter Drogenkonsum. Dies sind keine Attribute für ein Landschaftsschutzgebiet, das der Naherholung dient. Seit vielen Jahren engagieren sich die Eheleute Ralf und Edith Hoyer ehrenamtlich gegen diese Entwicklung. Im vergangenen Jahr wandten sie sich an Felix Schönebeck, Vorsitzender des Vereins I love Tegel und baten um Hilfe. Gemeinsam haben sie bereits einige Projekte und Maßnahmen angeschoben. Nun haben sie einen Runden Tisch ins Leben gerufen.

„Ich kenne den Flughafensee aus meiner Kindheit und bin erschrocken, wie sich die Situation hier entwickelt. Diese Zustände müssen ein Ende haben. Die Menschen interessiert dabei nicht, wer hier formell zuständig ist oder nicht, sondern erwarten, dass etwas unternommen wird. Wir werden gemeinsam mit allen in Frage kommenden Akteuren am Runden Tisch die Kräfte bündeln, damit sich in der Sache endlich etwas tut“, erklärt Felix Schönebeck.

Die Liste der potentiellen Teilnehmer ist lang. Neben der Bürgerinitiative sollen das Bezirksamt Reinickendorf, die Senatsverwaltung für Umwelt, die Berliner Forsten und der Polizeiabschnitt 11 teilnehmen. Sicher dabei sind der NABU, der ein Vogelschutzreservat auf dem Areal betreibt, die Wahlkreisabgeordnete Emine Demirbüken-Wegner, die im September mit den Aktiven eine Begehung vor Ort gemacht hat und der ortsansässige Fischereihegeverein.

Die Bürgerinitiative um Familie Hoyer und Felix Schönebeck erarbeitet derzeit ein erstes Konzept anhand der Erfahrungen der letzten Jahre, auf dessen Grundlage die Gespräche stattfinden sollen. Das erste Treffen des Runden Tischs ist für November geplant.

 

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