Ratten in Tegel-Süd: Runder Tisch sieht positive Entwicklung

Nachdem es in der Gewobag-Siedlung in Tegel-Süd im Frühjahr zu einem massiven Rattenbefall kam, bewerten die Teilnehmer des vom Bezirksverordneten Felix Schönebeck initiierten Runden Tischs die Entwicklung positiv. Neben Schönebeck selbst, der im Gesundheitsausschuss der BVV sitzt, nahmen Vertreter der Wohnungsbaugesellschaft Gewobag, Bezirksstadtrat Uwe Brockhausen und Mitglieder des Mieterbeirats Tegel-Süd teil.

Seit April dieses Jahres ist die Rattenbekämpfungsfirma Rentokil in der 3.000 Wohneinheiten umfassenden Gewobag-Siedlung dauerhaft aktiv. Der Rattenbefall konnte in den vergangenen Monaten stark reduziert werden. Das Gesundheitsamt sieht derzeit keinen weiteren Handlungsbedarf.

„Ich freue mich für die Mieter, dass wir hier endlich eine positive Entwicklung beobachten können. Die Gewobag hat nach anfänglichem Zögern nicht nur Maßnahmen zur akuten Bekämpfung der Rattenplage veranlasst, sondern will dem Thema auch nachhaltig begegnen. Dass der Mensch bei diesem Problem eine maßgebliche Rolle einnimmt, ist klar. Für mich ist aber wichtig, dass die große Mehrheit nicht unter ein paar Mietern leidet, die nicht wissen, wie man seinen Müll zu entsorgen hat“, stellt Schönebeck klar. Er war im April dem Hilferuf des Mieterbeirats gefolgt und hatte die Rattenplage wochenlang im Rathaus Reinickendorf und in der Öffentlichkeit thematisierte, bis spürbare Maßnahmen ergriffen wurden. „Am Ende führte vor allem der Austausch mit allen Beteiligten am Runden Tisch zu konstruktiven Ergebnissen, die heute Früchte tragen“, so Schönebeck weiter.
Die Gewobag hat die Bekämpfungsmaßnahme bis April 2019 verlängert. Außerdem sind umfangreiche Mieterinformationen erfolgt und es soll darüber hinaus auch Kooperationen mit Schulen und Einrichtungen zum Thema „Ratten“ geben. Um das Müllproblem in den Griff zu bekommen wurden zudem durch die BSR zusätzliche Mülltonnen zur Verfügung gestellt und in der Wohnanlage neue Mülleimer mit Eingriffsschutz von der Gewobag installiert. Im Frühjahr 2019 soll eine erneute Objekt-Gefahren-Analyse stattfinden. Hoffentlich mit einem besseren Ergebnis als in diesem Jahr.

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