„Progress-Pride-Flagge“ am Rathaus gehisst

Beim Hissen der Flagge vor dem Reinickendorfer Rathaus. Bild: Bezirksamt Reinickendorf

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT, aus dem Englischen) wurde am 17.05.2022 die „Progress- Pride-Flagge“ vor dem Rathaus Reinickendorf bei einer kurzen Zusammenkunft gehisst. Mit dem Hissen der Progress-Pride-Flagge macht das Bezirksamt darauf aufmerksam, dass Diskriminierung, Gewalt und Ablehnung von Lesben, Schwulen, Transpersonen, Bisexuellen und queeren Menschen beendet werden muss. Auch in Deutschland werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität diskriminiert und strukturell benachteiligt. Bezirksbürgermeister Uwe Brockhausen (SPD): „Für das Grundrecht auf ein selbstbestimmtes Leben aller Menschen setzt auch der Bezirk Reinickendorf mit dem Hissen der Progress-Pride-Flagge ein sichtbares Zeichen. Wie aktuell und nötig dieser Aktionstag leider ist, verdeutlicht die Beratungsstelle ,Maneo‘, die im vergangenen Jahr 731 Fälle von Pöbeleien und tätlichen Angriffen gegen Lesben, Schwule und Transsexuelle erfasst hat. Das sind 43 Prozent mehr als im Jahr davor und zuzüglich einer geschätzten Dunkelziffer weit im vierstelligen Bereich. Das ist inakzeptabel.“ Rund um den Erdball erinnerten Menschen mit vielfältigen Aktionen an den 17.05.1990. An diesem Tag wurde Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel ICD-10 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestrichen. Seitdem gilt sie offiziell nicht mehr als Krankheit. Erst seit 2022 wird Transidentität nicht mehr als Störungsbild diagnostiziert. Aufgrund der Pandemie fand der Aktionstag die vergangenen beiden Jahre überwiegend online statt. Auf Beschluss der Reinickendorfer Bezirksverordneten wurde auch am Tegeler Hafen mit dem Hissen der Flagge auf den Aktionstag aufmerksam gemacht.

Bezirksamt Reinickendorf

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