Nie wieder ist Jetzt – Kundgebung gegen Rechts am Franz-Neumann-Platz

Teilnehmer:innen an der Veranstaltung. Bild: Thomas Engler

Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar rief das Netzwerk REINICKENDORF AKTIV für Demokratie und Vielfalt zu einer Kundgebung gegen Rechts auf, dem ca. 200 Reinickendorferinnen und Reinickendorfer folgten.

Die Kundgebung diente dem Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus und mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen auch dazu, Gesicht zu zeigen. „Vor dem Hintergrund der kürzlich aufgedeckten Deportationspläne diverser rechter Akteure ist es wichtiger denn je, an das unermessliche Leid und das Sterben unter den Nationalsozialisten zu erinnern und zugleich zu mahnen.“, erklärt Initiatorin Renate.

Gedacht wurde u.a. Bernhard Lichtenberg, Priester und Domprobst. Pfarrer Matthias Brühe von der katholischen Kirchengemeinde St. Marien erinnerte an den Widerstandskämpfer, der für seinen Einsatz für die Juden 1941 verhaftet wurde, in der Strafanstalt Tegel einsaß und 1943 auf der Deportation ins Konzentrationslager starb. Manuela Michaelis von der Ev. Evangeliums-Kirchengemeinde zu Reinickendorf trug das Gedicht „Der Kamin“ vor, das die 13-jährige Ruth Klüger im Jahr 1944 im Konzentrationslager Auschwitz schrieb. „Es ist ein Zeugnis des Schreckens“, sagt Michaelis.

Die Kundgebung fand auf dem Franz-Neumann-Platz statt, der in Gedenken an den SPD-Politiker ausgewählt wurde. Sein politisches Wirken war von den Nationalsozialisten verboten worden. Neben inhaltlichen Beiträgen begleiteten die Band Slickies sowie der Oud-Spieler Zain Ibrahim die Kundgebung.

„Uns ist es ein Herzensanliegen, Hass und Hetze entgegenzustehen und unsere freie Demokratie zu stärken. Dafür setzen wir uns ein.“, hebt Fidan vom Netzwerk hervor.

Das Netzwerk REINICKENDORF AKTIV für Demokratie und Vielfalt ist eine Initiative verschiedener zivilgesellschaftlicher Akteure, die in Reinickendorf auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen aktiv Einfluss nehmen und so demokratische Prozesse stärken wollen. Was alle Akteure eint, ist das Engagement gegen rassistische und diskriminierend Hetze sowie das Eintreten für Menschlichkeit und Menschenrechte.

Renate Christians, Netzwerk Reinickendorf aktiv 

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