Neue Ausstellung des Kunstvereins Centre Bagatelle

Der Berliner Künstler Jann Holstein. Bild: Dietrich Brüggemann

Der Kunstverein  Centre Bagatelle lädt ein zur Ausstellungseröffnung der Ausstellung mit dem Titel  „Was bleibt“, des Berliner Malers Jann Holstein, nach derzeitiger Planung am  Donnerstag, dem 27. Januar 2022 um 19.30 Uhr, Zeltinger Str. 6, 13465 Berlin. Einlass und Aufenthalt erfolgen nach den Coronaregeln entsprechend. Der Eintritt ist frei.
Dauer der Ausstellung von Freitag, 28. Januar 2022 bis Sonntag, 10. April 2022
Vernissage am Donnerstag, 27. Januar 2022, 19.30 Uhr. Einführung: Reinhard Knodt. Musikalische Begleitung: Mari Kimura, Klavier. Künstlergespräch: Donnerstag, 03. März 2022, 19.30 Uhr

Über Jann Holstein – Was bleibt
Jann Holstein, (*1986 in Aurich, Niedersachsen), hat in Braunschweig ein Studium der Bildenden Kunst begonnen und an der Universität der Künste Berlin als Meisterschüler abgeschlossen. Er lebt und arbeitet in Berlin. Jann Holsteins einzigartige Maltechnik beinhaltet das Schütten von Öl- und Wasserfarben, die durch ihr Zusammenspiel einen organisch geformten, strukturierten Hintergrund auf der Leinwand erzeugen. Auf diesem Hintergrund aus abstrakten Formen wird eine digital entworfene Collage mit Ölfarben aufgetragen. Der nur teilweise übermalte, gegossene Hintergrund erzeugt Zersetzungseffekte und halb aufgelöste Motive. Die Bilder, die dabei entstehen, sind flüchtig und nebulös, sie wirken wie alte Fotografien, die durch Zersetzungsprozesse stellenweise unkenntlich geworden sind. Sie bekommen dadurch etwas Fragiles, weil die Auflösung nicht aufhaltbar scheint und jede Erschütterung weitere Teile der Bildgeschichte unwiderruflich löschen könnte. Dem entgegen stehen allerdings die oft kräftigen Farben und starken Kontraste. Die Motive gelangen durch die Maltechnik in einen eigenen Kosmos, der trotz der häufig Bedeutungsgeladenen Themen eine neue Sichtweise eröffnet und Leerstellen offenlässt. Die blinden Flecken von Ereignissen sind es, was Holstein anzieht und die sich entsprechend auch in der Malerei selbst finden. Es sind diese Leerstellen der Geschichte, die den Menschen ängstigen und gleichzeitig faszinieren. So wie sich in den Bildern nicht alles erklären lässt, ist eben auch in der realen Welt nicht alles deutbar.

Darüber hinaus bietet das Centre Bagatelle im Januar viele Konzerte unterschiedlichster Art an. Das Programm finden Sie hier: https://www.centre-bagatelle.de/

Helga Dieckmann (Gruppe Ausstellungsorganisation Centre Bagatelle)

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