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Lebensrettung wird Schulfach in Berlin

Mit zusätzlichen Übungspuppen und speziell entwickelten Unterrichtsmaterialien soll die Ersthelferausbildung auf alle Berliner Schulen ab der 7. Klasse ausgeweitet werden. Bild: manseok Kim from Pixabay


Berliner Schülerinnen und Schüler sollen künftig noch besser darauf vorbereitet werden, in Notfällen Leben zu retten. Am 18. März 2026 unterzeichnete Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) eine Kooperationsvereinbarung mit Christina Tillmann, Vorständin der ADAC Stiftung, zur Ausweitung des Reanimationsunterrichts an allen weiterführenden Schulen in Berlin.

Die auf fünf Jahre angelegte Kooperation umfasst zusätzliche Übungspuppen, speziell entwickelte Unterrichtsmaterialien sowie eine Handreichung für Lehrkräfte. Die Qualifizierung der Lehrkräfte erfolgt über etablierte Partner wie Vivantes sowie die Charité und wird von der ADAC Stiftung sowie dem Berliner Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung an Schulen (BLiQ) unterstützt.

Bereits mehr als 70 weiterführende Schulen beteiligen sich am Projekt „Berliner Schüler retten Leben“ von Charité, Vivantes und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Durch die neue Kooperation soll der Reanimationsunterricht ab der 7. Jahrgangsstufe weiter ausgebaut und auf alle weiterführenden Schulen der Stadt ausgeweitet werden. Ziel ist es, die Zahl der Ersthelferinnen und Ersthelfer in Berlin deutlich zu erhöhen.

„Bei einem Herzstillstand zählt jede Minute – und oft entscheiden die Menschen vor Ort über Leben und Tod“, sagte Schulsenatorin Katharina Günther-Wünsch. „In Deutschland könnten jedes Jahr bis zu 10.000 Menschen gerettet werden, wenn sofort mit der Wiederbelebung begonnen wird. Deshalb ist es mir wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler früh lernen, Verantwortung zu übernehmen und im Notfall zu handeln.“

Christina Tillmann von der ADAC-Stiftung betonte: „Lebensrettung gehört ins Klassenzimmer. Junge Menschen lernen so schon früh, wie sie ganz konkret helfen können – und dass jede/r Einzelne einen Unterschied machen kann. Dass Berlin gemeinsam mit uns diesen Schritt geht, ist ein eindrucksvolles Beispiel für wirkungsvolle Zusammenarbeit von Politik und Zivilgesellschaft.“

Im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung führten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit einem Notarzt der ADAC Luftrettung die Herzdruckmassage vor. 

Quelle: Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

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