I love Tegel will das Tegeler Strandbad wiedereröffnen

 – Konzept bei Vor-Ort-Termin vorgestellt – Erstes Gespräch mit BBB-Vorstand positiv 
Seit zwei Jahren stehen die Menschen vor dem Strandbad Tegel in Reinickendorf vor verschlossenen Türen. In dieser Woche wurde jedoch ein großer Schritt in Richtung Wiedereröffnung des Strandbads gemacht. Auslöser dieser Entwicklung war die Initiative von Felix Schönebeck, dem Vorsitzenden des Vereins I love Tegel. Er hatte den Berliner Bäder-Betrieben vorgeschlagen, das Strandbad als öffentliche Badestelle für die Badegäste kostenlos über zu öffnen. Dafür konnte er als Unterstützer die W&W Mobile WC-Anlagen GmbH und die Firma Manuel Antony Dienstleistungen gewinnen. Mit ihrer Hilfe würden ausreichend Toiletten zur Verfügung gestellt und die Müllbeseitigung und Sauberkeit im Strandbad sichergestellt werden.
Noch am selben Tag hatte Bäder-Chef Andreas Scholz-Fleischmann den Initiator Felix Schönebeck und zahlreiche Pressevertreter in die BBB-Zentrale eingeladen. Schönebeck folgte dieser Einladung und in nach seiner Aussage „positiven, konstruktiven und ergebnisoffenen“ Gespräch wurde deutlich, dass eine Wiedereröffnung durchaus möglich ist. „Ich freue mich, dass wir endlich wieder miteinander sprechen, als übereinander. Das Thema Strandbad Tegel liegt nun wieder auf dem Tisch. Allein das ist ein Erfolg“, erklärte Schönebeck nach dem Treffen. Die BBB stehen den Plänen des Vereins nicht im Wege, sondern befürworten die Initiative. Es sei lobenswert und gewünscht, dass sich Ehrenamtliche für ein Bad engagieren und man sagte im Rahmen der Möglichkeiten auch Hilfsbereitschaft zu.
Schönebeck wird nun zunächst die Umweltverwaltung um die Erlaubnis zur Installation von mobilen Toilettenanlagen bitten. Aus seiner Sicht sollte dies unproblematisch möglich sein: „150 Meter entfernt steht im selben Wasserschutzgebiet eine mobile Toilettenanlage. Zudem greift das bisherige Argument, dass die Toiletten aufgrund der Einlasskontrolle nicht außerhalb des Strandbads stehen können nicht mehr, da wir keinen Eintritt von den Badegästen fordern würden. Der Ein- und Ausgang wäre frei möglich.“
Weiterhin ist noch der Umfang möglicher Verkehrssicherungspflichten und Haftungsfragen zu klären. Diese hängen laut Schönebeck vor allem davon ab, wie man die Badestelle rechtlich einordnet. Hier sind bloße öffentliche Badestellen von professionell betriebenen Freibädern zu unterscheiden.
„Im Grunde reicht für eine kurzfristige Wiedereröffnung das Angebot einer öffentlichen Badestelle aus. Ein Strand, der Tegeler See, Toiletten, Mülleimer, wie an anderen Badestellen, würden erst einmal ausreichen. Wir wollen vor allem, dass die Menschen mitbekommen, dass es das Strandbad noch gibt und dass es sich darum zu kämpfen lohnt“, erklärte er.
Bei einem Vor-Ort-Termin am 20. Juli 2018 um 10 Uhr stellte Schönebeck seine Ideen und seine beiden Mitstreiter vor. Auch zwei mobile Toiletten der Firma W&W wurden angeliefert.
„Wir haben im Grunde das selbe Ziel wie die Berliner Bäder-Betriebe, denn ihre Aufgabe ist es Bäder zu öffnen und zu betreiben. Wir wollen dabei helfen. Wir wollen dieses traditionelle Strandbad als Reinickendorfer den Menschen in Reinickendorf wieder zugänglich machen und das lieber heute als morgen. Über die kurzfristige Öffnung hinaus ist es unser Ziel eine Zwischennutzung sicherstellen, bis ein geeigneter Investor oder privater Betreiber gefunden ist. Und auch an der Zukunft werden wir aktiv mitarbeiten. Es kann jedenfalls nicht sein, dass hier jahrelang die Tore geschlossen bleiben“, sagt Schönebeck.
Er wird nun Anfang der kommenden Woche nach interner Beratung auf die Umweltverwaltung und weitere zuständige Stellen zugehen und seinem Anliegen Nachdruck verleihen. Die Chancen auf eine Wiedereröffnung sind im Verlauf dieser Wochen jedenfalls deutlich gestiegen.

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