Glasfaserausbau für 25.500 Haushalte in Reinickendorf gestartet

Sieben Männer und Frauen stehen mit Spaten an einem Sandhaufen neben einem kleinen Bagger, rechts eine blaue OXG-Werbefahne, im Hintergrund ein Bauzaun.
Das OXG-Projektteam, Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (2. v. r.) und der verantwortliche Tiefbaupartner setzen den symbolischen Spatenstich für den Glasfaserausbau in Reinickendorf. Bild: © OXG

In Reinickendorf rollen die Bagger für schnelles Internet: Die OXG Glasfaser GmbH hat mit dem Ausbau eines Glasfasernetzes für rund 25.500 Haushalte begonnen. Die Arbeiten betreffen Gebiete in Wittenau, im Märkischen Viertel und in Lübars. Wer während der Bauphase zustimmt, erhält den Anschluss kostenlos.

OXG baut als Strategiepartner des Landes Berlin eigenwirtschaftlich, der Ausbau startet unabhängig davon, wie viele Haushalte sich vorab für einen Anschluss entschieden haben. Bereits im Oktober 2025 hatten das Bezirksamt Reinickendorf und OXG ihre Zusammenarbeit mit einer gemeinsamen Absichtserklärung bekräftigt. Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) hatte schon 2024 interessierte Unternehmen ins Rathaus eingeladen, um über leistungsstarke Breitbandnetze für den Bezirk zu beraten.

Zum Start sagt sie: „Ich freue mich, dass unsere Gespräche mit interessierten Unternehmen nun konkrete Ergebnisse bringen und rund 25.500 Reinickendorfer Haushalte von einem leistungsfähigen Glasfaseranschluss profitieren können. Das ist ein wichtiger Schritt für die Zukunftsfähigkeit unseres Bezirks.“

Rund 18 Monate Bauzeit

In einem ersten Teilgebiet laufen die Bauarbeiten bereits. Ein weiteres Teilgebiet ist derzeit in der Planung, dort soll der Ausbau voraussichtlich Ende 2026 oder Anfang 2027 beginnen. Für Projekte dieser Größenordnung plant OXG grundsätzlich mit einer Bauzeit von rund 18 Monaten. Abhängig von den örtlichen Gegebenheiten und den nötigen Genehmigungen kann sich der Zeitplan verlängern. In Berlin stellen nach Angaben des Unternehmens vor allem die komplexe Verkehrssituation und die Größe der Projekte besondere Anforderungen an die Bauplanung.

Gebaut wird in mehreren Schritten. Zuerst entsteht das Verteilnetz auf öffentlichem Grund im Bereich der Geh- und Radwege. Von der Grundstücksgrenze wird das Glasfaserkabel dann unterirdisch bis ins Haus und dort bis in jede Wohneinheit geführt, zum Schluss wird die Immobilie ans Netz angeschlossen. OXG will die Baugruben nach Abschluss der Arbeiten schnell wieder schließen und den Verkehr möglichst wenig beeinträchtigen. Die Anwohnerinnen und Anwohner werden rechtzeitig über den Baustart in ihrem Straßenzug informiert.

Glasfaser bis in die Wohnung

OXG baut ein sogenanntes FTTH-Netz („Fiber To The Home“). Anders als bei DSL- oder VDSL-Anschlüssen endet die Glasfaser nicht am Verteiler oder im Keller, sondern reicht bis in die Wohnung, auf das klassische Kupferkabel wird ganz verzichtet. Möglich sind damit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s und mehr. Für Eigentümerinnen und Eigentümer kann ein Glasfaseranschluss laut OXG zudem den Wert der Immobilie steigern, etwa bei Vermietung oder Verkauf.

Kostenlos zustimmen, Anbieter frei wählen

Voraussetzung für den Anschluss ist nur die Zustimmung der Eigentümerinnen und Eigentümer. Wer sich noch nicht entschieden hat, kann das auch während der Bauphase ohne großen Aufwand nachholen. Unter www.oxg.de/zustimmen lässt sich die Verfügbarkeit prüfen und die Zustimmung digital erteilen. Bestehende DSL- und Kabelverträge können weiter genutzt werden, ein Wechsel auf Glasfaser ist auch später noch möglich.

Das Netz ist offen für verschiedene Anbieter. Eigentümer und Bewohner entscheiden selbst, bei welchem der regional verfügbaren Anbieter sie ihren Internetzugang buchen. Derzeit bieten Vodafone, 1&1 und Bahnhof Nätverk Tarife über die OXG-Infrastruktur an, weitere Kooperationen sollen folgen.

Maria Mohr, bei OXG als Senior Key Account Managerin für die Kommunen verantwortlich, sagt: „Uns ist besonders wichtig, den Anwohner*innen den Zugang so einfach wie möglich zu machen: Wer sich während der Bauphase für einen Glasfaseranschluss von OXG entscheidet, erhält den Anschluss kostenlos und ohne zusätzlichen Aufwand.“

In ganz Berlin hat OXG nach eigenen Angaben bislang rund 654 Kilometer Tiefbau im öffentlichen Raum realisiert und damit etwa 291.500 Haushalte erreicht. Die genaue Abgrenzung des Ausbaugebiets in Reinickendorf zeigt die Internetseite www.oxg.de/ausbaugebiete/berlin-reinickendorf, dort lässt sich auch die Verfügbarkeit für einzelne Adressen prüfen.

DZ

Infos zum Glasfaserausbau

Internet: www.oxg.de/ausbaugebiete/berlin-reinickendorf (Ausbaugebiet und Verfügbarkeit)
Zustimmung: www.oxg.de/zustimmen (während der Bauphase kostenlos)

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