Badesaison endet mit Blaualgen-Warnung am Tegeler See

Blick über das Wasser des Tegeler Sees auf den Sandstrand des Strandbads Tegel mit Wasserrutsche und Badeinseln vor grünen Bäumen.
Das Strandbad Tegel am Tegeler See, hier an einem Sommertag von der Wasserseite aus gesehen, gehört zu den 39 offiziellen Badestellen Berlins. Bild: © DZ

Ein heißer Juni, Starkregen im Sommer und zum Schluss Blaualgen am Tegeler See: Die offizielle Berliner Badesaison 2026 ist am 15. September zu Ende gegangen, und ausgerechnet zum Finale gilt für zwei Badestellen im Bezirk noch eine Warnung.

Seit dem 15. Mai hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) regelmäßig über die Wasserqualität an den 39 offiziellen Badestellen Berlins informiert. Die Badeampeln standen in dieser Zeit meist auf Grün. Hitze, Starkregen und Blaualgen führten jedoch zeitweise zu Warnungen.

Warnung für Strandbad Tegel und Tegeler See

Zum Ende der Saison bestehen Warnhinweise für zwei Badestellen im Bezirk: für den Tegeler See gegenüber Scharfenberg und für das Strandbad Tegel. Dort haben sich Blaualgen mit gut sichtbaren Schlieren an der Wasseroberfläche gebildet. Auch für die Unterhavel-Badestellen Radfahrerwiese und Lieper Bucht gilt eine Warnung, dort haben sich geschlossene Blaualgenteppiche gebildet.

Heißer Juni, Starkregen und Zerkarien

Der außergewöhnlich heiße und trockene Juni ließ die Wassertemperaturen bereits zu Saisonbeginn auf bis zu 25 Grad Celsius steigen und die Wasserstände sinken. Solche Bedingungen begünstigen das Algenwachstum. Von Ende Juli bis Ende August warnte das Lageso an Badestellen der Dahme und der Unterhavel vor größeren Ansammlungen von Blaualgen.

Auch Starkregen beeinträchtigte zeitweise die Wasserqualität. Überläufe der Mischwasserkanalisation in der Berliner Innenstadt belasteten Badestellen an der Unterhavel. An einzelnen Stellen sprach das Lageso wegen erhöhter Werte für Fäkalindikatoren Badewarnungen aus. Das betraf Mitte Juni zeitweise auch den Groß Glienicker See.

Zerkarien, winzige Larven von Saugwürmern, verursachten in der zweiten Junihälfte bei manchen Badenden juckende Hautreizungen, die sogenannte Badedermatitis. Das Lageso dankt allen Bürgerinnen und Bürgern, die Beobachtungen gemeldet und damit wichtige Hinweise auf das Vorkommen von Zerkarien gegeben haben.

So wird die Wasserqualität überwacht

Die 39 offiziellen Badestellen werden im Auftrag des Lageso während der Saison regelmäßig auf mikrobiologische und chemisch-physikalische Qualitätsparameter sowie auf das Blaualgenvorkommen überprüft. Der Fachbereich Wasserhygiene und umweltbezogener Gesundheitsschutz beurteilt die Ergebnisse und veröffentlicht aktuelle Bewertungen sowie Verhaltensempfehlungen. Das Fazit der Behörde: Die Ergebnisse unterstreichen auch in diesem Sommer die gute Qualität der offiziellen Berliner Badegewässer, einzelne wetterbedingte Belastungen blieben jedoch nicht aus.

Die nächste Badesaison beginnt am 15. Mai 2027. Weitere Informationen zu den Berliner Badegewässern und ihren Badestellen gibt es unter www.berlin.de/badegewaesser.

DZ

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