95 Jahre Kleingartenkolonie Neuland I gefeiert

Sechs Personen stehen abends beim Jubiläumsfest dicht beieinander, im Hintergrund leuchtet eine Ballonzahl 95.
Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (vorn rechts) feierte mit Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern das 95-jährige Bestehen der Kolonie Neuland I. Bild: © Bezirksamt Reinickendorf

Da staunten selbst die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner nicht schlecht: Plötzlich stand ein Wolfgang-Petry-Double auf der Bühne, und im Publikum wurde sofort kräftig zum Hit „Wahnsinn!“ mitgesungen. Beim Jubiläumsfest am Samstag, 29. August, zum 95-jährigen Bestehen der Kleingartenkolonie Neuland I wurde aber nicht nur auf die lange Geschichte der Anlage zurückgeblickt, sondern vor allem eines gefeiert: die Gemeinschaft.

Dank an einen Vorstand mit 64 Jahren Vereinstreue

Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) gratulierte den Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern herzlich zum Jubiläum und würdigte das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement, das hinter einem solchen Fest und hinter 95 Jahren Vereinsleben steht. Ihr ganz besonderer Dank galt dem ehrenamtlichen Vorstand um Andy Vogt, der Neuland I seit unglaublichen 64 Jahren verbunden ist. Auch die Organisation und Ausrichtung des Jubiläumsfestes übernahmen die Ehrenamtler mit viel Herzblut und mit einem guten Gespür für das richtige musikalische Programm.

Erinnerungen an die eigene Jugendzeit

Denn als das Wolfgang-Petry-Double die Bühne betrat, war die Feier endgültig auf Betriebstemperatur. Es wurde mitgesungen, mitgeklatscht und gefeiert.

Auch bei der Bezirksbürgermeisterin wurden dabei Erinnerungen an die eigene Jugendzeit wach. Emine Demirbüken-Wegner: „Es war erstaunlich, wie textsicher plötzlich alle waren – mich eingeschlossen. Offenbar haben wir die Wolfgang-Petry-Lieder nicht vergessen, sondern nur gut im Gedächtnis eingelagert. Bei einigen Liedern konnte ich sofort wieder mitsingen. Das war ein wunderbarer Moment und hat gezeigt, wie Musik Menschen über Generationen hinweg verbindet.“

Kleingärten sind Orte gelebter Gemeinschaft

Doch hinter dem fröhlichen Fest steckt eine noch wichtigere Botschaft: Kleingärten sind Orte gelebter Gemeinschaft. Sie sind grüne Oasen in der Stadt, aber eben auch Orte der Begegnung, der Nachbarschaft und des ehrenamtlichen Engagements. Über Jahrzehnte entstehen hier Freundschaften, Familiengeschichten und ein Zusammenhalt, der weit über den eigenen Gartenzaun hinausreicht. „95 Jahre Neuland I sind 95 Jahre gelebte Nachbarschaft. Das ist eine stolze Geschichte. Und diese Geschichte wird von Menschen geschrieben, die anpacken, Verantwortung übernehmen und ihre Zeit für andere einsetzen. Dafür möchte ich allen Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern herzlich danken“, so die Bezirksbürgermeisterin Demirbüken-Wegner.

Bezirksamt Reinickendorf

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