2.000 neue Pflanzen für den Zeltinger Platz

Rund ein Dutzend Menschen, viele in orangefarbener Warnkleidung, stehen mit Spaten und Rechen in einem frisch vorbereiteten Beet. Vor ihnen stehen Pflanztöpfe in Reihen, im Hintergrund die weiße Holzpergola des Zeltinger Platzes.
Gärtnerinnen, Gärtner und Auszubildende des Straßen- und Grünflächenamtes stehen mit Spaten und Rechen vor den vorbereiteten Beeten, im Hintergrund die sanierte Holzpergola. Bild: © Bezirksamt Reinickendorf

Ein über 100 Jahre altes Gartendenkmal bekommt sein Gesicht zurück: Im Oktober 2025 wurde die Sanierung der Holzpergola auf dem Zeltinger Platz abgeschlossen. Durch die Betonsanierung war zuvor die Standsicherheit der Stützen wiederhergestellt worden.

Als zusätzliche neue Ausschmückung des Platzes wurden die Beete gartendenkmalgerecht erneuert und ergänzt. Dabei wurde auch der Wunsch nach einer Berankung der Stützen mit Kletterrosen und Waldreben berücksichtigt. Im November 2025 wurden die Pflasterarbeiten in der Rotunde mit dem historischen Material ausgeführt.

1.000 Rosen und 1.250 Bodendecker

Mitte November 2025 konnten die Vorbereitungsarbeiten für die Pflanzung von über 2.000 Gewächsen abgeschlossen werden. In den folgenden Tagen wurden unterhalb der Pergola sowie entlang der Wege in die bereits vorbereiteten Beete insgesamt 1.000 rote und gelbe Rosen sowie 1.250 Bodendecker gepflanzt. Diese Tätigkeit übernahmen die Gärtnerinnen und Gärtner des Straßen- und Grünflächenamtes, die von den Auszubildenden des Bereiches Garten- und Landschaftsbau tatkräftig unterstützt wurden.

Auch die Bauzäune an der zweiten Treppe wurden entfernt, so dass wieder der vollständige Zugang zum Platz möglich ist.

Beratung von der Urenkelin des Gartenarchitekten

Die Auswahl der Pflanzen erfolgte in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt und unter fachlicher Beratung von Katrin Lesser, der Urenkelin des Gartenarchitekten Ludwig Lesser. Am 25. November 2025 werden Eiben und 800 Stück Liguster geliefert, die bis zum Jahresende eingesetzt werden sollten. Insgesamt 43 Kugel-Eiben geben dem Platz ein neues Gesicht, ergänzt durch eine Liguster-Hecke, die den Platz umschließt.

„Keineswegs alltäglich“

„Es ist keineswegs alltäglich, ein über 100 Jahre altes Gartendenkmal wieder zum alten Glanz verhelfen zu können. Die behutsame Sanierung des Platzes verbindet den Respekt vor dem historischen Erbe mit einer klaren Perspektive für die Zukunft. Ich freue mich sehr, dass der komplexe hölzerne Aufbau der Pergola von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Straßen- und Grünflächenamtes denkmalgerecht wiederhergestellt werden konnte und somit das Kernstück des Platzes in seiner historischen Form erlebbar ist. Neben der sorgfältigen Sanierung der Pergola ist die neue Pflanzung ein zentraler Baustein für die Aufwertung des Platzes. Erst die Verbindung aus baulicher Wiederherstellung und gezielter Bepflanzung lässt den Platz, spätestens im Sommer, wieder im neuen blühenden Glanz erstrahlen“, sagt Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU).

Bezirksamt Reinickendorf

Eine Frau im dunklen Mantel sticht mit einem Spaten ein Pflanzloch in ein vorbereitetes Beet, daneben arbeitet eine zweite Frau. Ringsum stehen zahlreiche schwarze Pflanztöpfe.
Mit dem Spaten hebt Bürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner ein Pflanzloch für eine der über 2.000 neuen Pflanzen aus. Bild: © Bezirksamt Reinickendorf

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