PETA kürt Tops und Flops 2015

Bezirksveterinäramt Berlin-Spandau gehört zu den tierfreundlichsten Veterinärbehörden Deutschlands – PETA kürt Tops und Flops 2015

Berlin / Stuttgart, 18. Januar 2016 – Vorbildlicher Einsatz für Tiere: Zum Jahresbeginn veröffentlicht PETA Deutschland e.V. heute eine Rangliste der besten und schlechtesten deutschen Veterinärbehörden 2015. Berücksichtigt wurden Ämter, die bei ihrer Arbeit besonders positiv oder negativ aufgefallen waren, nachdem sie von der Tierrechtsorganisation über einen Missstand informiert wurden. Unter den am besten bewerteten befindet sich nach 2012 erneut das Bezirksveterinäramt Spandau der Stadt Berlin: Die Amtstierärzte haben 2015 ein bahnbrechendes Gerichtsurteil gegen die Vermehrung sogenannter Qualzuchten im Heimtierbereich erstritten. Sie untersagten einer Züchterin die Nachzucht sogenannter Nacktkatzen und ordneten die Kastration von Kater „Willi“ an. Die Frau zog vor das Berliner Verwaltungsgericht, das die Auffassung des Veterinäramtes im September 2015 jedoch bestätigte. Nacktkatzen haben weder Fell noch Tasthaare im Gesicht, womit den Tieren ein wichtiges Sinnesorgan fehlt. Aufgrund dieses vorbildlichen Engagements für den Tierschutz wählte PETA die Behörde in Spandau auf die Liste der fünf tierfreundlichsten Veterinärämter des Jahres 2015.

„Der Einsatz der Spandauer Amtstierärzte gegen die Vermehrung von Qualzuchten ist von hoher Bedeutung für den Tierschutz in ganz Deutschland: Erstmals hat ein Gericht die Nachzucht von Nacktkatzen untersagt“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland e.V. „Wir hoffen, dass andere Behörden diese Leistung als Ansporn nehmen und sich künftig ebenso engagiert für Tiere einsetzen.“

In einem weiteren Fall erteilte das Spandauer Veterinäramt dem Wanderzirkus Moreno im Juni 2015 nach Anzeige von PETA zahlreiche Auflagen wegen seiner mangelhaften Tierhaltung. So wurde eine Ponymutter samt Baby an den Tierschutz vermittelt. Darüber hinaus erhielt der Zirkus zahlreiche Auflagen für größere Gehege und ordentliche Hufpflege sowie eine Abgabeverfügung für einen verhaltensgestörten Scheckhengst.

Die Tierrechtsorganisation steht täglich in Kontakt mit Veterinärbehörden, um Tierschutzmissstände und Fälle von Tiermissbrauch zu melden und zu verfolgen. Dabei konnte die Organisation 2015 in kooperativer Zusammenarbeit mit Amtstierärzten in vielen Fällen sehr gute Erfolge für die Tiere erzielen. Zahlreiche Veterinärbehörden setzen das Tierschutzgesetz bzw. die entsprechenden Verordnungen und Richtlinien jedoch nur unzureichend um.

Seit 2012 kürt PETA jährlich die aus Tierschutzsicht negativ oder positiv aufgefallenen Veterinärbehörden.

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