Runder Tisch Reinickendorfer Stadtentwicklung: Wohnungsunternehmen blicken wieder nach vorn – Sorge um Kürzungen bei Barrierefreiheit

Gemeinsamer Austausch zur Reinickendorfer Stadtentwicklung. Bild: Bezirksamt Reinickendorf

Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der im Bezirk ansässigen Wohnungsunternehmen und Genossenschaften nahmen am Montag, den 17. November am vierten Runden Tisch Reinickendorfer Stadtentwicklung teil. Das Bezirksamt Reinickendorf hatte zum Austausch über aktuelle Entwicklungen im Neubau, in der Bestandsertüchtigung sowie zu gesetzlichen Neuerungen eingeladen.

Im ersten Teil stellte der Abteilungsleiter für Immobilien- und Stadtentwicklung der Investitionsbank Berlin (IBB), Andreas Tied, aktuelle Trends sowie Entwürfe für kommende Förderjahre vor. Dabei wurde deutlich, dass sich der bisher stark angestiegene Kostendruck im Bausektor zuletzt abgeflacht hat und Unternehmen wieder neue Projekte vorbereiten. Sorge äußerte Bezirksstadträtin Korinna Stephan (B‘90/Grüne) bezüglich der geplanten Änderungen in den neuen Förderrichtlinien der IBB, die deutliche Kürzungen im Bereich der Barrierefreiheit vorsehen. „Barrierefreiheit ist kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben – gerade in einer älter werdenden Gesellschaft. Sie ermöglicht Menschen, in ihrer vertrauten sozialen Umgebung zu bleiben. Ich würde mir sehr wünschen, dass hier noch einmal nachgebessert wird“, so Stephan.

Im zweiten Teil wurden der „Bauturbo“ sowie das neue Schneller-Bauen-Gesetz vorgestellt. Das Bezirksamt begrüßt den „Bauturbo“ grundsätzlich, da die neuen Regelungen künftig für mehr Flexibilität im Planungs- und Genehmigungsprozess sorgen. Gleichzeitig betonte das Bezirksamt, dass es keine Abstriche bei der Qualität der Stadtentwicklung geben wird. „Wir bauen für nachfolgende Generationen. Entscheidend sind lebendige, klimaresiliente und gut versorgte Quartiere mit hoher Aufenthaltsqualität – von der Nahversorgung bis hin zu Grünflächen, Schwammstadt-Prinzipien und Hitzeschutz“, erklärte Stephan.

Ein weiterer Schwerpunkt war die fortschreitende energetische Sanierung im Bestand. Alle Teilnehmenden berichteten von laufenden Maßnahmen wie dem Austausch von Gasheizungen, neuen Fenstern sowie umfassenden Dämmungen, um Energieeffizienz und Klimaschutz weiter zu verbessern. Das Bezirksamt dankt allen Beteiligten für den konstruktiven Austausch. Der Runde Tisch wird fortgeführt, um die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Wohnungswirtschaft weiter zu stärken und die Entwicklung zukunftsfähiger Quartiere in Reinickendorf gemeinsam voranzubringen.

Bezirksamt Reinickendorf

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