Reinickendorf erinnert an die Opfer von Lidice

Im stillen Gedenken für die Opfer von Lidice: Konsulin Magdaléna Dvořáková, Bezirksbürgermeister Uwe Brockhausen und der Kommandeur des Landeskommandos Berlin, Brigadegeneral Jürgen Uchtmann (erste Reihe v.r.) Bild: Bezirksamt Reinickendorf 

Vor 80 Jahren, am 10. Juni, nahmen die Nationalsozialisten grausame Rache am tschechischen Dorf Lidice für das Attentat auf den SS-General und Vize-Reichsprotektor von Böhmen und Mähren Reinhard Heydrich. Das Dorf bei Prag wurde am 10. Juni 1942 von den deutschen Besatzern völlig zerstört und seine Bewohner allesamt ermordet oder verschleppt. Um den Opfern zu gedenken, fand am Rosenbeet im Reinickendorfer Rathauspark eine Kranzniederlegung statt. Mit Konsulin Magdaléna Dvořáková nahm daran auch eine Repräsentantin der tschechischen Botschaft teil. Mit Lidice gibt es seit vielen Jahren enge Kontakte des Bezirkes Reinickendorf. Seit 1990 finden regelmäßig Besuche zwischen Lidice und Reinickendorf statt und organisiert der Reinickendorfer „Arbeitskreis Politische Bildung Vergangenheit – Zukunft e.V.“ Jugendfahrten nach Lidice. Im Rathauspark hat das Bezirksamt Reinickendorf 1995 ein Rosenbeet angelegt, das an die Verbrechen von Lidice erinnern soll. Bezirksbürgermeister Uwe Brockhausen (SPD) betonte in seiner Ansprache: „Ich finde es tröstlich, dass Tschechen und Deutsche heute gemeinsam für unsere Werte wie Menschlichkeit, Freiheit und Demokratie eintreten. In Zeiten, da erneut unschuldige Kinder, Frauen und Männer mitten in Europa Opfer von Kriegsverbrechen werden, ist das die beste Lehre, die wir aus der Vergangenheit ziehen und an unsere Kinder weitergeben können.“

Bezirksamt Reinickendorf

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