Viel Licht gegen zu viel Gewicht

„Licht und Luft geben Saft und Kraft“ – mit dieser Spruchweisheit brachte man früher zum Ausdruck, wie gesund frische Luft und speziell auch Tageslicht für das Wohlbefinden des Menschen sind. Von der lebenswichtigen Bedeutung des Lichts wussten schon die alten Griechen: So soll der Arzt Aretaios bereits vor rund 2000 Jahren empfohlen haben, „Lethargiker“ Licht und Sonnenstrahlen auszusetzen. Einige Zeit später sind uns stattdessen heute Begriffe wie „Winterblues“ geläufig und die Mediziner wissen inzwischen gesichert um den erheblichen Einfluss des Tageslichts auf die natürliche innere Uhr des Menschen, auf seinen Hormonhaushalt, sein seelisches Gleichgewicht und seine Gesundheit.

Diese Bedeutung merken wir alle in der sogenannten dunklen Jahreszeit, also in Herbst und Winter, wenn die Tage kürzer sind, die Sonne weniger bzw. mit weniger Kraft scheint und wir uns insgesamt weniger im Freien aufhalten. Sobald der Frühling wieder Einzug hält und die Tage lichter werden, blüht nicht nur die Natur auf, auch wir Menschen fühlen uns insgesamt wohler. Daran wird deutlich, wie lebenswichtig Sonne auch für unseren Organismus ist. So kann unser Körper z. B. nur mithilfe von Sonnenstrahlen auf unserer Haut Vitamin D produzieren. Dieses sogenannte „Sonnenvitamin“ ist wichtig für gesunde Knochen und beeinflusst unsere Muskelkraft. Außerdem werden dem Vitamin D positive Auswirkungen auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit zugeschrieben und es soll zur Senkung des Risikos von Diabeteserkrankungen und einigen Krebsformen beitragen. Andersherum kann Lichtmangel und damit eine Unterversorgung des Körpers mit Vitamin D Muskelschwäche sowie die Alterskrankheiten Osteoporose und Demenz fördern. Studien zufolge soll ein Vitamin D-Defizit auch bei Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen involviert sein. Außerdem scheint ein Vitamin D-Mangel generell infektanfälliger zu machen.

Einen mehr oder weniger direkten Einfluss hat das Tageslicht zudem auf unser Körpergewicht, wie die Wissenschaft inzwischen weiß. Allgemein bekannt ist ja das Phänomen, dass sich viele Menschen im Winter den gleichnamigen Speck anfuttern. Dafür wird ebenfalls der Mangel an Tageslicht verantwortlich gemacht, der den „Winterblues“ hervorruft, die leichtere Form einer sogenannten saisonalen Depression – in Englisch seasonal affective disorder, vielsagend abgekürzt: SAD! Sie ist einer verminderten Produktion des Aktiv- und Glückshormons Serotonin und einer vermehrten Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin geschuldet. Serotonin kann der menschliche Körper nur mithilfe von Licht herstellen.

Wer nun unter lichtmangelbedingter Stimmungseintrübung in der dunklen Jahreszeit leidet, hat mit Antriebslosigkeit und schlechter Laune zu kämpfen, hat ein größeres Schlafbedürfnis als normal und neigt dazu, mehr zu essen als gewöhnlich. Mit dem Erfolg, dass sich Winterblues im Frühjahr durch eine mehr oder weniger ausgeprägte Gewichtszunahme bemerkbar macht. Das mag unseren Altvorderen als Isolation gegen Kälte ganz willkommen gewesen sein, wir Zivilisationsmenschen hingegen freuen uns in der Regel wenig über die zusätzlichen Pfunde – auch wenn ihnen mit einer erfolgreichen Vitalkost wie Almased wieder erfolgreich beizukommen ist.

Neuere Forschungen haben darüber hinaus ergeben, dass der blaue Anteil des Sonnenlichts offenbar auch das Unterhaut-Fettgewebe des Menschen beeinflusst. Wie Forscher der kanadischen Universität von Alberta herausfanden, dringt nämlich ein kleiner Teil des blauen Lichts in das Fettgewebe unter der Haut und sorgt dafür, dass der Fettgehalt der Zellen sinkt – und zwar umso stärker, je mehr Licht auf die Haut trifft. Nach Einschätzung der Wissenschaftler verfügen die Fettzellen über eine Art Sensor, der bei viel Licht die Fettverbrennung ankurbelt. Das könnte auch erklären, warum Menschen bei weniger Licht während der Winterzeit mehr Fett einlagern – weil die Fettverbrennung auf Sparflamme läuft.

Deshalb sollte man ebenfalls in der dunklen Jahreszeit den inneren Schweinehund in sein Körbchen scheuchen, sich mit der passenden Bekleidung so oft es geht tagsüber nach draußen begeben und dort Licht tanken. Denn Tageslicht macht fitter und leistungsfähiger (geistig wie körperlich), hebt die Stimmung und senkt die Anfälligkeit gegen Infekte oder Krankheiten. Und wenn es zusätzlich noch dem Winterspeck vorbeugt, was will man mehr?

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Redaktion WOHL_be_FINDEN

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