
„Wir stehen an der Seite der Obdachlosen. Reinickendorf sammelt deshalb natürlich auch in diesem Jahr Kaffee zugunsten der Kältehilfe.“ Mit diesen Worten reagiert Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) auf den gestrigen Einspruch und die juristischen Bedenken des Regierenden Bürgermeisters gegen die vom Reinickendorfer Unternehmer Michael Lind 2019 initiierte Kaffeewette.
„Damit wurde ein Mensch mit einem großen Herzen gebrochen!“, so die Bezirksbürgermeisterin. Michael Lind, Träger des Reinickendorfer Ehrenamtspreises, engagiere sich seit Jahren uneigennützig für die Schwächsten in unserer Gesellschaft. „Ein so honoriger Unternehmer hat es verdient, gegen üble Verdächtigungen von Korruption und Vorteilsnahme verteidigt zu werden. Wenn eine solch gute, gemeinnützige Aktion, die seit Jahren die Not auf den Straßen Berlins lindert, angeblich nicht gesetzeskonform sein könnte, wäre es dann nicht die Aufgabe des Gesetzgebers, hier des Landes, dies zu ändern?“, fragt die Bürgermeisterin.
Heute Morgen erklärten Lind und die weiteren Wettpaten ihren Rückzug und somit das Ende der Kaffeewette. Sie werden weder spenden noch werben, hieß es. Reinickendorf aber wird die gute Intention dieser Aktion nicht aufgeben, sondern wie geplant vom 19.1. bis 5.2. in bezirklichen Einrichtungen sammeln, um Wärme und Menschlichkeit auf die Straßen des Fuchsbezirkes zu bringen und die Not in unserer Nachbarschaft sichtbar zu machen. Mit den im Vorjahr mehr als 3000 gesammelten Kaffeepaketen konnte die Kältehilfe in Reinickendorf ihren Jahresbedarf 2025 komplett abdecken.
„Viele Initiativen, Projekte und Großveranstaltungen wären ohne die Unterstützung aus der Wirtschaft nicht denkbar. Es ist sehr, sehr schade, dass eine so erfolgreich gewachsene Aktion wie die Kaffeewette auf diese Weise ausgebremst wird. Reinickendorf ist nun aufgerufen, vereint darauf zu antworten. Es geht um die Obdachlosen, die unsere Hilfe dringend benötigen“, sagt Emine Demirbüken-Wegner.
Bezirksamt Reinickendorf

