
Beim Winter-Pokalschießen traten alle Schützen mit demselben Gewehr auf 50 Meter an – einem bekannten historischen Repetiergewehr aus dem 20. Jahrhundert, umgebaut auf Kleinkaliber .22. Zu treffen galt es eine Zielscheibe von der Größe einer Walnuss.
In der Gesamtwertung belegte Frank Adameit den 1. Platz, Uwe Thiel den 2. Platz und Ralf Braunsdorf den 3. Platz. Doch auch jenseits der Podestplätze zeigten sich starke Beteiligung und großer sportlicher Ehrgeiz. Unsere Schützenkameradin Lydia W. (28 J.) zählt zu den engagierten Mitgliedern des Vereins. Sie schätzt besonders den umgebauten K98, welcher heute auch gerne im modernen Sportschießen genutzt wird. Diese Variante ermöglicht ein authentisches Schießerlebnis mit deutlich geringerem Rückstoß, weniger Lärm und geringeren Kosten pro Schuss.
Der K98 ist robust und sehr präzise. Zudem trägt das Kleinkaliber dazu bei, historische Modelle langfristig im sportlichen Einsatz zu erhalten. Abseits des Schießstands ist Lydia als Heilpädagogin tätig und betreut mit großem Engagement Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit seelischen und geistigen Beeinträchtigungen. Ihre Geduld, Empathie und Leidenschaft spiegeln sich nicht nur in ihrem Beruf, sondern auch im Vereinsleben wider. Für sie ist das Sportschießen ein wertvoller Ausgleich – eine Kombination aus Konzentration, Ruhe und Gemeinschaft. www.nbsg.de
Doris Ostermeier-Schwaneberg, Nord-Berliner Schützen-Gemeinschaft 1975 e.V.