Lime erweitert Servicegebiet nach Lübars, Heiligensee, Konradshöhe und Tegelort

Zwei E-Roller stehen am Straßenrand. Im Hintergrund eine Kopfsteinpflasterstraße und ein Wohnhaus mit Plakaten am Zaun.
Der Sharing-Anbieter Lime erweitert in Reinickendorf sein Servicegebiet auf die Ortsteile Lübars, Heiligensee und Konradshöhe mit Tegelort. Bild: © DZ

Am Donnerstag, 20. August 2026, erweitert Lime sein Berliner Servicegebiet. Künftig können die E-Scooter, E-Bikes und LimeBikes des Unternehmens auch in Lübars, Heiligensee, Konradshöhe und Tegelort genutzt werden. Damit erschließt Lime weitere Wohngebiete im Berliner Norden und schafft zusätzliche Möglichkeiten, alltägliche Wege flexibel mit Bus und Bahn zu kombinieren.

Anders als bei der jüngsten Erweiterung nach Lichtenrade und Rudow West wird Lime zum Start keine zusätzlichen Fahrzeuge gezielt in die neuen Gebiete bringen. Stattdessen wird das bestehende Servicegebiet erweitert: Fahrzeuge können von Nutzerinnen und Nutzern in die neuen Flächen gefahren werden und sollen sich dort entsprechend der tatsächlichen Nachfrage organisch verteilen. Die Lime-Außenteams sind auch in den neuen Gebieten unterwegs, tauschen Batterien und kümmern sich bei Bedarf um das Umparken oder die Reparatur von Fahrzeugen.

Unterschiedliche Angebote je Stadtgebiet

Die Erweiterung zeigt zugleich, wie flexibel geteilte Mikromobilitäts-Angebote an unterschiedliche lokale Rahmenbedingungen angepasst werden können. Während Lime in anderen Teilen Berlins auch auf Free Floating setzt, können Fahrten in Lübars, Heiligensee, Konradshöhe und Tegelort ausschließlich an festgelegten virtuellen Abstellflächen beendet werden.

Diese befinden sich entlang der größeren Hauptverkehrsstraßen. In Wohngebieten und engen Seitenstraßen ist das reguläre Beenden einer Fahrt dagegen nicht möglich. So verbindet Lime zusätzliche Mobilitätsangebote mit klar geregelten Abstellmöglichkeiten und berücksichtigt die besonderen räumlichen Anforderungen der neuen Servicegebiete.

„Nicht jedes Berliner Quartier braucht dasselbe Sharing-Modell. Entscheidend ist, ein Angebot zu schaffen, das zu den örtlichen Gegebenheiten passt und gleichzeitig Bus und Bahn besser erreichbar macht. Mit den neuen Servicegebieten schaffen wir zusätzliche Möglichkeiten für die erste und letzte Meile, ohne dabei auf die Anforderungen vor Ort an ein geordnetes Abstellen zu verzichten“, sagt Anna Montasser, Head of Public Policy Deutschland und EU bei Lime.

Zusätzlicher Zubringer zum ÖPNV

Gerade in den Berliner Außenbezirken kann geteilte Mikromobilität den bestehenden öffentlichen Nahverkehr ergänzen. E-Bikes und E-Scooter bieten eine zusätzliche Möglichkeit, die erste oder letzte Etappe eines Weges zurückzulegen und so Bus-, S- oder U-Bahn-Verbindungen flexibler zu erreichen.

Ein Beispiel ist Heiligensee: Der S-Bahnhof Heiligensee ist über virtuelle Abstellflächen direkt an das neue Lime-Servicegebiet angebunden. Bewohnerinnen und Bewohner können damit beispielsweise den ersten Teil ihres Arbeitswegs mit einem Lime E-Bike oder E-Scooter zurücklegen und am Bahnhof in die S25 umsteigen. 

In Konradshöhe wird die Zubringerfunktion noch deutlicher: Der Ortsteil verfügt selbst über keinen Bahnanschluss. Die neuen Abstellflächen ermöglichen es, mit E-Bike oder E-Scooter in Richtung S-Bahnhof Heiligensee zu fahren und dort in das Berliner Schnellbahnnetz umzusteigen. Damit entsteht neben den bestehenden Busverbindungen nach Tegel eine zusätzliche Option für den Weg zur S-Bahn.

Lime versteht sein Angebot dabei ausdrücklich nicht als Ersatz für den ÖPNV, sondern als zusätzlichen Zubringer und Bestandteil multimodaler Wegeketten. Ziel ist es, auch in weniger dicht erschlossenen Teilen Berlins mehr Mobilitätsoptionen bereitzustellen und attraktive Alternativen für Wege zu schaffen, die sonst häufig mit dem eigenen Auto zurückgelegt werden.

Die Punkte markieren die virtuellen Abstellflächen in den neuen Serviceebieten, rot umrandet ist das erweiterte Operationsgebiet, grün das bestehende Servicegebiet. Bild: © Lime

Servicegebiet deckt inzwischen rund 85 Prozent Berlins ab

Mit den jüngsten Erweiterungen im Berliner Süden und Norden umfasst das Lime-Servicegebiet inzwischen rund 85 Prozent der Berliner Stadtfläche. Innerhalb dieses Gebiets leben mehr als 3,7 Millionen Berlinerinnen und Berliner. Allein durch die jüngste Erweiterung im Norden kommen schätzungsweise rund 20 bis 25 Quadratkilometer hinzu. In Lübars, Heiligensee sowie Konradshöhe und Tegelort leben zusammen knapp 30.000 Menschen.

Buchung und Nutzung wie im übrigen Berliner Servicegebiet

Für die Nutzung in den vier neuen Gebieten gelten die gleichen Konditionen wie im übrigen Berliner Servicegebiet. Die E-Scooter und E-Bikes können über die Lime-App gefunden und gebucht werden. Die App zeigt verfügbare Fahrzeuge in der Umgebung sowie die jeweils geltenden Abstell- und Parkverbotszonen beziehungsweise Abstellflächen an. Zum Start einer Fahrt wird der QR-Code am Fahrzeug mit dem Smartphone gescannt. Die Lime-App steht kostenlos im Apple App Store und bei Google Play zum Download bereit.

Für Fahrten gilt eine Entsperrgebühr von 74 Cent sowie ein Minutentarif von 24 Cent. Die Preise sind dynamisch und werden immer vor Fahrtantritt in der App ausgewiesen.

Im gesamten Berliner Servicegebiet ist außerdem LimePrime verfügbar. Abonnentinnen und Abonnenten zahlen eine monatliche Gebühr und profitieren unter anderem von vergünstigten Fahrten unter 20 Minuten, besonders günstigen Kurzfahrten unter fünf Minuten sowie reduzierten Minutenpreisen für längere Fahrten.

Julie Liu
PR Managerin Berlin bei Lime

Infos zum neuen Servicegebiet

Datum: ab Donnerstag, 20. August 2026
Neue Gebiete: Lübars, Heiligensee, Konradshöhe und Tegelort
Abstellen: nur an festgelegten virtuellen Abstellflächen entlang der größeren Hauptverkehrsstraßen
Preise: Entsperrgebühr 0,74 Euro, Minutentarif 0,24 Euro, die Preise sind dynamisch und werden vor Fahrtantritt in der App ausgewiesen

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