
Begleitend zur Sonderausstellung „umbenennen?!“, die vom 3. Dezember bis 15. März 2026 läuft, bietet das Museum Reinickendorf ab sofort Workshops für Schulklassen an. Das Angebot richtet sich an Klassen ab Jahrgangsstufe 8 und findet jeweils montags oder freitags zwischen 10 und 14 Uhr in der GalerieETAGE des Museums statt.
In dem dreistündigen Workshop erkunden Schülerinnen und Schüler die Ausstellung und gehen gemeinsam mit dem Historiker und Vermittler Felix Hampel der Frage nach, wie die eigene Adresse mit der Geschichte Berlins verbunden ist. Welche Biografien stecken hinter Straßennamen? Wann, warum und unter welchen politischen oder gesellschaftlichen Bedingungen wurden Straßen benannt oder umbenannt? Die häufigen und teils kontroversen Umbenennungen in Berlin spiegeln den Wandel politischer Systeme, Ideologien und Erinnerungskulturen wider und eröffnen spannende Zugänge zu Stadtgeschichte(n). Ausgehend von ihrer eigenen Straßenbiografie entdecken die Jugendlichen typische Muster und Anlässe von (Um-)Benennungen und entwickeln im Workshop sogar eigene Vorschläge für zukünftige Straßennamen.
Bezirksstadtrat Harald Muschner (CDU) betont die Bedeutung des Formats: „Straßennamen sind ein Spiegel unserer Geschichte – und oft auch ein Streitpunkt unserer Gegenwart. Gerade deshalb ist es wichtig, jungen Menschen zu zeigen, wie eng ihr eigener Alltag mit historischen Entwicklungen verknüpft ist. Die Workshops im Museum Reinickendorf fördern genau dieses Verständnis und laden dazu ein, über Erinnerungskultur und Demokratie ins Gespräch zu kommen.“
Lehrkräfte können die Workshops ab sofort buchen. Ansprechpartnerin für weitere Informationen und Terminabsprachen ist Claudia Wasow-Kania: claudia-wasow-kania@reinickendorf.berlin.de
Weitere Informationen zur Ausstellung „umbenennen?!“ sowie zum vollständigen Begleitprogramm sind online unter www.museum-reinickendorf.de zu finden.
Bezirksamt Reinickendorf