Wassergebühren sollen ab Januar leicht steigen, Niederschlagswasser wird günstiger

Kinderhände unter einem laufenden Wasserhahn über einem weißen Waschbecken.
Ab dem 1. Januar 2027 sollen 1.000 Liter Trinkwasser in Berlin 1,870 Euro kosten, rund 6 Cent mehr als bisher. Symbolfoto: © envato, alinabuphoto

Die Berliner Wasserbetriebe wollen zum 1. Januar 2027 die Gebühren für Trink- und Schmutzwasser leicht anheben. Das hat der Aufsichtsrat des Unternehmens am Freitag, 30. Oktober, beschlossen. Für eine Person mit einem täglichen Wasserverbrauch von 113 Litern bedeutet dies monatliche Mehrkosten von 36 Cent.

Die Gebührenanpassung umfasst rund 6 Cent für 1.000 Liter Trinkwasser und rund 5 Cent für 1.000 Liter Schmutzwasser. Günstiger wird dagegen die Niederschlagswassergebühr: Sie sinkt um 13 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche.

Die neuen Gebühren im Überblick

  • Trinkwasser: 1,870 Euro für 1.000 Liter (zuvor 1,813 Euro)
  • Schmutzwasser: 2,204 Euro für 1.000 Liter (zuvor 2,155 Euro)
  • Niederschlagswasser: 1,684 Euro pro Quadratmeter bebaute und befestigte Fläche (zuvor 1,809 Euro)

Geld für Netze, Wasser- und Klärwerke

Der Aufsichtsrat hat die Wasser- und Abwassergebühren für 2027 in seiner turnusmäßigen Sitzung festgelegt. Die Gebührenperiode umfasst ein Jahr. Nach Angaben der Wasserbetriebe liegt die Anpassung unterhalb des Inflationsniveaus, mit ihr wird eine geplante Gebührenerhöhung umgesetzt.

Die Mehreinnahmen sollen Investitionen in Kritische Infrastruktur ermöglichen: rund 20.000 Kilometer Netze sowie zukunftsfähige Wasser- und Klärwerke für Berlin. Auch der kontinuierliche Ausbau der Unternehmenssicherheit gehört zu den Aufgaben der Berliner Wasserbetriebe, um eine krisenfeste Ver- und Entsorgung für die Berlinerinnen und Berliner zu sichern.

Berlin bleibt einer der günstigsten Versorger

Im Vergleich der 30 größten Städte Deutschlands liegen die Berliner Wasserbetriebe damit weiter auf dem zweiten Platz der günstigsten Wasserversorger und Abwasserentsorger, nach Frankfurt am Main. Das Unternehmen versorgt 3,9 Millionen Menschen mit Trinkwasser und reinigt das Abwasser von 4,8 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern der Metropolenregion.

Endgültig ist die Erhöhung noch nicht: Die Gebührenanpassung steht unter dem Vorbehalt der zuständigen Genehmigungsbehörde, der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz.

DZ

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