
In Reinickendorf gibt es einige Baustellen, die ganz offensichtlich länger dauern als geplant und auf denen, zumindest aus Sicht vieler Bürgerinnen und Bürger, zu selten Bautätigkeit zu beobachten ist. Besonders fällt dabei der Blick auf drei Baustellen, auf denen nun seit mehr als einem Jahr Stillstand herrscht. Es handelt sich dabei um drei Bauvorhaben der Berliner Wasserbetriebe (BWB) in der Humboldtstraße, in der Ollenhauerstraße sowie in Reinickes Hof.
Mit der Zeit wächst nicht nur das Unkraut und der Müllberg auf den Baustellen, sondern auch der Unmut der Anwohner, die sich an den direkt gewählten Abgeordneten Felix Schönebeck wandten, der sich der Sache annahm.
Beauftragte Firma ist insolvent
Der Grund für den Stillstand auf den Baustellen sei laut Schönebeck die Insolvenz der Firma RS Infratec, die von den BWB mit den Arbeiten beauftragt worden ist. Die BWB arbeiten mit Hochdruck daran, dass die Bauprojekte fortgesetzt werden.
„Ich verstehe den Ärger und Unmut der Bürger. Die zahlreichen Baustellen sind eine echte Belastungsprobe für uns Reinickendorfer. Oft stehen die Absperrungen schon weit bevor die Arbeiten beginnen und noch lange nach deren Beendigung. Dann sieht man tatsächlich eher selten Bauarbeiter vor Ort. Oft dauern die Baustellen länger als geplant. Und häufig weiß man nicht einmal, was überhaupt von wem gebaut wird. Daran muss sich grundlegend etwas ändern. Das Wichtigste ist aber: auf Baustellen müssen auch Bauarbeiter zu sehen sein“, erklärt Felix Schönebeck.
Neues Unternehmen übernimmt Beschäftigte
Immerhin sei davon auszugehen, dass bald wieder Bautätigkeit auf den Baustellen in Reinickendorf stattfindet. Denn im August habe ein Insolvenzverwalter seine Arbeit aufgenommen und mittlerweile soll ein neues Unternehmen die Beschäftigten der RS Infratec übernommen haben. „Das ist eine positive Entwicklung. Es wird Zeit, dass es hier endlich sichtbar vorangeht“, so Schönebeck.
DZ