Aufatmen in Tegel: Galeria-Filiale offenbar nicht unter den gefährdeten Standorten

Belebte Fußgängerzone im Tegel-Quartier mit Galeria-Warenhaus und Markthalle
Im Jahr 2022 wurde die Galeria-Filiale in Tegel eröffnet. Sie trägt maßgeblich zur Belebung der Fußgängerzone Gorkistraße bei. Biol: © DZ

Aufatmen in der Gorkistraße: Die Galeria-Filiale in Tegel ist nicht von den Sanierungsplänen des Warenhauskonzerns betroffen.

Anfang 2024 meldete Galeria zum dritten Mal binnen vier Jahren Insolvenz an. Seither arbeitet das Unternehmen an seiner Sanierung. Ende Juni stellte der Konzern ein neues Geschäftsmodell vor, mit dem er sein Warenhausnetz deutlich straffen und bis 2029 wieder profitabel werden will. Bundesweit stehen dabei 33 Filialen besonders auf dem Prüfstand. Nach übereinstimmenden Medienberichten steht die Galeria-Filiale in der Gorkistraße in Tegel weder auf der Liste jener Häuser, deren Fortbestand geprüft wird, noch auf einer Liste für Standorte, die geschlossen werden. Vieles spricht deshalb dafür, dass das Warenhaus im Tegel-Quartier erhalten bleibt.

Wie Galeria seine Warenhäuser erhalten will

Der Konzern will sich auf wirtschaftlich tragfähige Standorte konzentrieren. Maßgeblich ist nach Unternehmensangaben für jedes einzelne Haus, ob es sich dauerhaft rechnet. Daher sucht Galeria für die Prüfstandorte das Gespräch mit Vermietern und Kommunen. Im Kern geht es um Mietkonditionen und um Flächenverkleinerungen, die für beide Seiten tragbar sind. Welche der 33 Filialen am Ende fortgeführt werden, soll sich erst im Verlauf dieser Verhandlungen entscheiden.

Die finanzielle Grundlage dafür steht nach Darstellung des Unternehmens. Galeria hat mit dem Investor Gordon Brothers eine besicherte Kreditlinie über bis zu 160 Millionen Euro vereinbart und die Finanzierung des Umbaus bis 2029 gesichert. Bereits im Geschäftsjahr 2026/2027 rechnet der Konzern nach eigenen Angaben wieder mit operativ schwarzen Zahlen.

Was mit den Beschäftigten geschieht

Den Umbau will Galeria nach eigenen Angaben im engen Austausch mit den Beschäftigten und der Arbeitnehmervertretung umsetzen. Die Gespräche sollen vertrauensvoll geführt werden. Das Unternehmen kündigt an, die Belegschaft fortlaufend über den Stand zu informieren und den Prozess mit der gebotenen Sorgfalt zu begleiten. Das Personal zählt neben Filialnetz, Sortiment, Fläche, Marketing und Kostenstruktur zu den sechs Feldern, an denen der Konzern gleichzeitig ansetzt.

Vier Berliner Standorte bleiben unsicher

Galeria in Tegel gehört offenbar zu den bereits heute profitablen Filialen. Ungewiss hingegen ist die Zukunft von vier anderen Galeria-Standorten in Berlin: Ob die Filialen am Alexanderplatz, am Hermannplatz, auf dem Kurfürstendamm und in Spandau fortgeführt werden, hängt maßgeblich von den jetzt laufenden Gesprächen und von Zugeständnissen der Vermieter ab.

DZ

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