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Flughafen Berlin-Tegel lehnt PETA-Anzeige ab:

Organisation wollte Urlauber über Leid von Schwertwalen in Meereszoos informieren

Berlin / Stuttgart, 25. April 2017 – Kritik unerwünscht: Um auf die tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen von Orcas in Meereszoos in der EU und den USA aufmerksam zu machen, wollte die Tierrechtsorganisation PETA Plakate am Flughafen Berlin-Tegel platzieren. Das Motiv zeigt einen in einem runden Aquarium eingesperrten Wal mit umgeknickter Flosse. Die Aussage: „Orcas leiden in Gefangenschaft. Don’t support dolphinariums or any other marine parks.“ Der Flughafen Berlin-Tegel sagte anfangs zu, hat die Anfrage nach einem internen Gespräch jedoch am 19. April abgelehnt. PETA bedauert die Entscheidung und appelliert nun an alle potenziellen Besucher, sich über die Bedingungen im spanischen Loro Parque, im französischen Marineland und bei SeaWorld zu informieren. Derzeit sind noch zehn Orcas in der EU in enge, kahle Betonbecken eingesperrt.

„Die Anzeige am Flughafen Berlin-Tegel hätte Tausenden Fluggästen bildhaft erklären können, warum Delfinarien als Reiseziel für Tierfreunde tabu sind“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Meerestiere bei PETA.

Die Bedürfnisse von Orcas lassen sich nicht in einem Unterhaltungspark erfüllen. In Freiheit legen die Meeressäuger täglich mehr als 150 Kilometer zurück, leben in komplexen Familienverbänden, jagen gemeinsam und erkunden täglich eine reiche Flora und Fauna. In Meereszoos werden Mütter und Babys häufig getrennt. Viele Orcas brechen sich die Zähne ab, weil sie aus Frust an den Wänden ihrer Becken kauen.

Die Schwertwale im Loro Parque auf Teneriffa gehören rein rechtlich betrachtet dem US-amerikanischen Unternehmen SeaWorld. Im Frühjahr 2016 hatte der Parkbetreiber angekündigt, das Zuchtprogramm mit Orcas einzustellen. PETA fordert, dass Marineland, Loro Parque und SeaWorld alle Meeressäuger unverzüglich in betreute Meeresbuchten überführen– ein Vorhaben, dem auch Experten wie The Whale Sanctuary Project beipflichten. Dort könnten die Tiere ihr restliches Leben unter naturnahen Bedingungen verbringen.

Das National Aquarium in Baltimore (USA) geht mit gutem Beispiel voran: Seine acht Delfine sollen bis 2020 in eine betreute Meeresbucht umziehen. Der Geschäftsführer des Aquariums, John Racanelli, sagte dazu: „Diese Delfinauffangstation zu errichten, ist der richtige Schritt und die Zeit dafür ist genau jetzt reif.“

Weitere Informationen:

PETA.de/Delfinarien

PETA.de/Seaworld

PETA.de/Reiseveranstalter-Seaworld

PETA.de/Morgan

Seaworldofhurt.com

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