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Demenz: Angehörige sind extrem betroffen

Rund 1,7 Millionen Menschen leiden allein in Deutschland an einer Demenz; weltweit sind es fast 40 Millionen. Diese degenerative Erkrankung des Gehirns ist weiter auf dem Vormarsch. Experten sind sich darüber einig, dass bis zum Jahr 2050 voraussichtlich drei Millionen Menschen daran erkrankt sein werden. Nicht nur die Betroffenen selbst leiden an den Folgen der Demenz. Auch für die Angehörigen führt dies zu einschneidenden Lebensveränderungen.

Wann ist der Zeitpunkt gekommen, einen Demenzerkrankten in die Kurzzeit- oder Dauerpflege zu bringen? Woran erkenne ich als Angehöriger, dass ich überfordert bin und unbedingt selbst Hilfe in Anspruch nehmen sollte? „Das sind nur zwei Themen, die Betroffene beschäftigt“, sagt Thomas Wiskandt, Einrichtungsleiter der Alloheim Seniorenresidenz „Märkisches Viertel“. Wiskandt und sein Team geben Angehörigen und Interessierten deshalb jederzeit die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich vor Ort über vielfältige Hilfsmöglichkeiten umfassend zu informieren.

„Menschen mit Demenz sind auf fremde Hilfe angewiesen“, so Wiskandt, „viele werden  zuhause gepflegt und versorgt – für die Familienmitglieder ein immenser Kraftakt, gerade dann, wenn sie selbst noch berufstätig sind.“ Er weist darauf hin, dass viele Angehörige die Warnzeichen eigener Überforderung häufig schlichtweg nicht merken oder verdrängen: „Hier wollen wir helfen und Betroffenen unsere Hilfe anbieten.“ Für Fragen und Informationen bezüglich des Krankheitsverlaufs, begleitende Symptome oder Hilfsangebote stehen Thomas Wiskandt und sein Team Angehörigen und Freunden von Betroffenen gerne mit Rat und Tat zur Verfügung. „Wir haben gemerkt, dass es immer noch Angehörige gibt, die dementiell Erkrankte im Alleingang zu Hause pflegen und so selbst durch diesen 24-Stunden Job an ihre Grenzen gelangen“, so der Einrichtungsleiter, „Selbstpflege ist hier ganz wichtig, um mit der Erkrankung des Partners oder der Eltern gut umgehen zu können. Wir wollen aktiv durch umfassende Aufklärung und Beratung unseren Teil zur Entlastung von Angehörigen Betroffener beitragen.“

Aus diesem Grund stellt die Einrichtung auch Räumlichkeiten für die regelmäßigen Treffen der Alzheimer Angehörigen-Initiative e.V.  zur Verfügung, einer Selbsthilfe-Gruppe, die pflegenden Angehörigen Begleitung und Unterstützung zukommen lässt.

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